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Zum Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel

Zum Jahreswechsel schrieb Andrea Masüger einen bemerkenswerten Frontartikel mit dem Übertitel «Wir gehen mit diesem Tod um, als ginge er uns nichts an». Masüger spricht unseren Umgang mit Corona-Kranken und -Toten an. Zusammenfassend ist er der Ansicht, dass vor allem Rücksichtslosigkeit herrsche. Wir leisten uns Masken- und Freiheitsdiskussionen, wir können nicht in einem einzigen Jahr unseres Lebens auf die grosse Party verzichten, wir fahren in den Nachbarkanton essen, wenn hier die Restaurants geschlossen wurden. Nicht wahrgenommen wird, dass diese Seuche ein dreimal höheres Sterberisiko mit sich bringt als eine normale Grippewelle und, dass die Langzeitfolgen auch für Genesene weitaus gravierender sind.
Danke Herr Masüger, dass Sie uns einen wahrheitssprechenden Spiegel vorhalten. Leider werden sich einmal mehr die Falschen drin wiedererkennen.
In der gleichen Ausgabe zum Jahreswechsel erschien ein Kommuniqué der Bündner SVP. «In keiner Weise nachvollzogen werden könne der Umgang mit der Gastronomiebranche. Die Auslastung der Spitalbetten und der R-Wert seien in Graubünden klar unter den angestrebten Zielwerten, trotzdem werde den Gastronomen ein Wirtschaften mit Schutzkonzepten verwehrt.»
Fachleute sind aber der Ansicht, dass sowohl der Reproduktionsfaktor R wie auch Auslastung der Spitalbetten (und somit die Belastung des Pflegepersonals) noch lange viel zu hoch bleiben werden.
Wann werden wir erkennen, dass nicht nur Banken, Airlines, Gastrobetriebe, etc. systemrelevant sind, sondern auch unsere Mitmenschen?

Jean-Marie Zogg
03. Januar 2021, 09:52:31
Leserbrief
Ort:
Bonaduz
Zum Artikel:
Zum Jahreswechsel, von Andrea Masüger, SO 31. Dezember 2020

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Jean-Marie Zogg, Sie schreiben:
Wann werden wir erkennen, dass nicht nur Banken, Airlines, Gastrobetriebe, etc. systemrelevant sind, sondern auch unsere Mitmenschen?
Ich schreibe:
Banken, Airlines, Gastrobetriebe sind nicht systemrelevant. Systemrelevant ist das Überleben, der Systemwechsel.
(Das bedeutet unter anderem: Bürger*innen-Arbeit. Wir benötigen eine Antikriegs- und Antiexponentialgeldsystem-Partei.
Siehe meinen Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/politik/2020-12-22/zwei-buendner-lichtbli… )
Belege, dass Corona nur ein Symptom unter vielen von ein der derselben Ursache ist:
https://www.infosperber.ch/politik/welt/2021-welche-politikerin-geht-vo…
https://planet-im-eimer.webnode.com/
«Wer heute ein Kind zur Welt bringt, setzt es auf eine Erde, die überbevölkert, überbewaffnet, überschuldet, überhitzt und überverschmutzt ist.»
Siehe Kommentare:
https://www.infosperber.ch/politik/welt/bald-neuste-atombomben-in-itali…
https://www.infosperber.ch/umwelt/abfaelle/das-atomgrab-der-usa-bricht-…
(Zitat: «Die Lebenden werden die Toten beneiden»)
Siehe meinen Kommentar GEGEN Campax-Initiative:
https://campax.org/belarus-jetzt-sanktionen-ausweiten/?unapproved=553&m…
https://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/2016-07-24/der-buendner-touris…
Uwe Steimle:
https://www.youtube.com/watch?v=4BZiM4NHbzU#t=0m42s
Siehe meinen Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/aus-dem-leben/2018-12-10/luana-beschert-d…

Der Tod eines Menschen mag für Angehörige traurig sein. Doch sterben in der Schweiz jedes Jahr 67'000 bis 68'000 Menschen. Weshalb soll ein Corona-Toter beklagenswerter sein, als wenn ein Mensch aus einem anderen Grund stirbt? Niemand muss ein Restaurant besuchen, wenn er sich vor Viren fürchtet. Ich fürchte mich vor Viren genau so wenig wie in früheren Jahren.

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