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Die Pflegeinitiative: Beerdigt zweiter Klasse

Liebe Leser und Leserinnen

Ich habe es gesagt und ich sage es wieder: Die Pflegeinitiative ist faktisch gescheitert. Während das Geld, das uns versprochen wurde, still und heimlich in die „Sicherheit“ und neue Kampfjets fliesst, schaut das Pflegepersonal in die Röhre. Es ist ein politisches Armutszeugnis! Man kümmert sich in Bern lieber um den Luftraum und US-Rüstungsdeals als um die Menschen, die dieses Land am Laufen halten.
Die Politik des Jahres 2026 hat nichts Besseres zu tun, als der Pflege mal wieder einen gewaltigen Tritt in den Hintern zu verpassen. Nichts wird beschönigt, die Fakten liegen auf dem Tisch. Wer übernimmt in fünf Jahren die Pflegebedürftigen, wenn die Heime keine Kapazitäten mehr haben und die Spitex unter der Last zusammenbricht? Wenn wir so weitermachen, ersetzen wir Empathie bis 2030 durch Roboter, weil uns die Menschlichkeit schlicht zu teuer geworden ist.
Ein trauriges Szenario? Vielleicht. Aber die aktuelle Politik steuert genau darauf zu.
Over and out.

Paolo Passerini
21.03.26 - 19:52 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
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Typisch Politiker. Während Corona klatschten alle den Pflegenden zu und versprachen ihnen das Blaue vom Himmel. Nun ein paar Jahre später wollen sie nichts mehr davon wissen. Im Krisenmoment immer schön reden, damit man gut dasteht. Wenn es dann an die Umsetzung geht, will man sich aber nicht an das halten, was man versprochen hat. Typisch Politiker eben.

Lieber Paolo Passerini
Danke. Sie sagen wieder das Entscheidende über die Pflege. Und dass die Politik die Misere noch verschärft statt heilt.
Oberjournalist Masüger fordert "Notrecht" (Diktat, so wie bei Corona) für 30 Milliarden VBS-Pfister.
Wer also bliebe übrig, der die Pflege "pflegen" könnte?
Wie so oft: Nur die Betroffenen selbst, die, die in der Haut derer stecken, die "es" erleben (werden).
Also: Alle, die jetzt oder zukünftig Pflege, Hilfe, Sozialnetz etc. benötigen (bereits vor Jahren meldeten Medien wie Beobachter: Ein Viertel Bevölkerung chronischkrank Schweiz) sollten dafür sorgen (sich organisieren), damit die Milliarden für IHREN Zweck verwendet werden statt für Fehlinvestitionen des VBS (in falsche Produkte oder falsche Strategien). Und was gäbe es für diejenigen noch zu "verteidigen", die nicht mal sich gegen gesundheitliches Leiden zu "verteidigen" vermögen?

Und die Zukunft dürfte noch viel schwärzer werden:
Sterbehilfe und Palliative Care scheinen die "steigenden Fallzahlen" kaum noch "handhaben" zu können.
Prognose-Daten etwa von Florian Homm:
Die schmerzvollste Prognose meiner Karriere:
(externer Link von der Redaktion entfernt)