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Die "Sanadura" wird Tatsache

Liebe Leserinnen und Leser

Als Erstes: Gratulation allen Gemeinden, die am historischen 4. Februar 2026 im Oberengadin Ja gestimmt haben für die Neugründung der Sanadura.
Keine Sorge, es wird keine Lobhudelei! Ich fange an, zu sagen, dass es eine Schande ist, dass es soweit kommen konnte! Ist Euch bewusst, was für eine Werbung das Oberengadin für die Aussenwelt gehabt hat, mit der Aussage: Man ist ja nicht sicher ob das Spital Oberengadin weiter bestehen wird? St. Moritz, Top of World, ja genau... Und das Oberengadin: Schrott of the World? Ich bin weiterhin noch am Kopf schütteln! Nicht zu vergessen: Es gab ja ein Interview mit Professor Dr. Simmen, der sagte: Eine Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital Graubünden, mache keinen grossen Sinn! Was ist jetzt? Das Kantonsspital Graubünden führt sozusagen fast das Spital Oberengadin. Was noch dazu kommt, die Menschen im Oberengadin hatten ja gegen eine engere Zusammenarbeit gestimmt. Was läuft da falsch? Und das beste kommt bekanntlich immer noch zum Schluss: Wer sind die Initianten der Sanadura? Genau die gleichen, welche die SGO (Stiftung Gesundheit Oberengadin) an die Wand gefahren haben. Macht es Sinn? Ja, ich bin sehr kritisch, weiterhin sehr kritisch wie die Gesundheitsversorgung im Oberengadin weitergehen wird. Ich kann mich auch täuschen, hoffe es irgendwie auch. Aber – und es muss Euch auch bewusst sein – es werden viele Arbeitsplätze verschwinden. Klar Kooperation hin oder her mit der Klinik Gut, dem Kantonsspital Graubünden gut und recht, trotzdem wird es eine gewisse Zeit brauchen, bis alle Zahnräder ineinander greifen... Und ich komme gewollt oder ungewollt wieder an den Anfang meines Leserbriefes: Welche Aussendarstellung hat das Oberengadin in den letzten Monaten gehabt, wenn es um das Thema Gesundheit und Gesundheitsversorgung geht? Eine Katastrophe oder? Ich hoffe von Herzen, dass das Thema zu einer gewissen Ruhe kommen kann und dass die Patienten, wenn es welche geben wird, richtig und korrekt betreut und gepflegt werden können. Weil vergesst es nie: Die Gesundheit ist für die Menschen das Wichtigste. Over and out.

Paolo Passerini
04.02.26 - 22:51 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
Zum Artikel:
Live Ticker über die Gemeindeversammlungen in den Gemeinden im Oberengadin, Ausgabe GR, 04. Februar 2026
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Herr Passerini, Sie fragen: -Welche Aussendarstellung hat das Oberengadin in den letzten Monaten gehabt, wenn es um das Thema Gesundheit und Gesundheitsversorgung geht? -
Ich antworte, da ich von Aussen bin. Das Oberengadin war fähig in einer schwierigen Situation eine Lösung zu finden, und dies auf demokratischer Art und Weise. Chapeau!