Chur, die Stadt der ewigen Warteschleife: Ein Slapstick in zwei Akten
Liebe Leser und Leserinnen
Zuerst möchte ich mich bei all jenen bedanken, die meinen Leserbrief zum Chalandamarz kommentiert haben. Die Meinungen sind unterschiedlich, und das ist gut so – so entsteht Diskurs. Doch heute brennt ein anderes Thema: Die Brambrüeschbahn.
Man muss es fast mit Humor nehmen, sonst müsste man weinen: Vor sieben Jahren gab es eine Abstimmung für die Direktverbindung, die angenommen wurde. Jetzt – eine Pandemie, einen neuen Stadtpräsidenten und viele neue Einheimische später – revidieren wir in Chur einfach die Welt von 2019. Eigentlich eine stolze Leistung! Man schaut das Resultat an und muss sich fragen: Ist das noch Politik oder schon Slapstick?
Was mich als einfachen „Otto Normalbürger“ aber wirklich fassungslos macht, ist das unwürdige Spiel nach der Abstimmung. Der Spielball der Verantwortung wird hin und her geschoben, als sässen wir im Kindergarten: Während das Ja-Lager fordert, dass nun die Nein-Initianten liefern müssen, kontern die Gegner postwendend, dass die Bahnbetreiber bitteschön selbst schauen sollen, wie es trotz des Neins weitergeht.
Ich sage euch: Hört auf mit diesem Hin- und Herschieben! Die Bevölkerung hat Nein gesagt. Punkt! Die Gründe liegen auf der Hand: Die riesige Geldsumme und die endlos verstrichene Zeit für ein einziges Projekt.
Anstatt jetzt beleidigt in den Ecken zu schmollen, müssen beide Seiten einen Schritt aufeinander zu machen. Wir brauchen einen Kompromiss, der für die Bevölkerung tragbar ist und von beiden Lagern akzeptiert wird. Denn sonst, liebe Churerinnen und Churer, wird es an unserem Hausberg tatsächlich bald gar keine Bahn mehr geben. Beide Seiten tragen die Verantwortung – macht endlich etwas daraus!
Over and out
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