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Leserbrief

JA zur massvollen Zuwanderung

Ronny Krättli, Domat Ems
24. Juli 2020, 17:03:20

In den letzten 13 Jahren sind eine Million Menschen in die Schweiz eingewandert und das nach Abzug jener, die wieder ausgewandert sind. Je nach Szenario bedeutet dies für die Schweiz zwischen 2030 und 2035 bis 10 Millionen Einwohner. In Zeiten wie heute, wo die Stadtbevölkerung in Scharen in unsere wunderschöne Bergwelt dem Dichtestress entflieht, wäre eine solche Entwicklung eine Katastrophe. Eine Entwicklung, die einem zum Denken geben sollte, da es auch im Sinne der Bevölkerung sein muss, die Lebensqualität in unserem Land hoch zu halten und nicht abzubauen. Eine derart hohe Zuwanderung hat verhängnisvolle Folgen in unserem Alltag, die ich als Gemeinderat und Unternehmer bereits jetzt feststellen muss.
Zum einen wird uns heute schon bis in die Gemeinden vorgeschrieben, wie wir zu bauen haben, wir müssen verdichtet und höher bauen um Kulturland so wenig wie möglich zu verbauen und werden in unserer Freiheit massiv wegen der Einwanderung eingeschränkt. Die Konsequenzen sind steigende Mieten und Bodenpreise, steigender Wasser und Energiebedarf, verstopfte Strassen und Öv`s und noch mehr Schulklassen mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an fremdsprachigen Kindern.
Zum andern sind dies die sogenannten ausländischen Fachkräfte, die zu tieferen Löhnen in den Arbeitsmarkt eindringen und Arbeitnehmende über 50 Jahre aus dem Arbeitsmarkt drängen. Die Folge ist Arbeitslosigkeit im Alter.
Ich bin für Zuwanderung, ich bin aber für eine kontrollierte und massvolle Zuwanderung, die Lebensqualität zu lässt und unsere Kultur bewahrt und nicht für eine Zuwanderung in die Gefängnisse oder in unsere Sozialwerke.
Deshalb sage ich am 27. September 2020 JA zur Begrenzungsinitiative.

Ronny Krättli
Gemeinderat & Unternehmer
Domat/Ems

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Herr Krättli
Es sind nicht die ausländischen Fachkräfte die die Löhne drücken, sondern die Arbeitgeber.
Es sind nicht die ausländischen Fachkräfte die die über 50-jährigen aus dem Arbeitsmarkt drängen, sondern die Arbeitgeber.

Grüsse

Juhui, Ronny Krättli, im ersten Moment sagte ich mir: Supertext: Dichtestress, Naturgesetze, Öko.
Jedoch, im zweiten Moment: Sie sind prominentes SVP-Mitglied.
In Domat/Ems: Grösstes Holzverbrennungskraftwerk der Schweiz:
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2020-01-28/luftverschmutzung-…
Unendliches Wirtschaftswachstum bedingt unendliches Bevölkerungswachstum – beides ist gegen die Naturgesetze auf unserem endlichen Planeten.
Alec Gagneux:
https://www.youtube.com/watch?v=Xb2DvUzIj9Q
https://www.youtube.com/watch?v=WiJlNWuvQuk
Alec Gagneux, Vorstandsmitglied von Ecopop, inzwischen ausgetreten, weil Ecopop Nato-freundlich (da wäre ich auch ausgetreten), kämpft heute für Permakultur und gegen 5G.
Die WOZ lehne ich ebenso ab wie die NZZ:
https://www.woz.ch/-aa4a
Ronny Krättli, die SVP ist die umweltunfreundlichste Partei. Deshalb scheinen mir Ihre "Umweltargumente" nicht glaubhaft, bloss Vorwand.
Quellen-Hinweis: Das ich nicht nur mein Befund, sondern so sehen es auch die Mainstreammedien:
Tagesanzeiger:
https://www.imgbox.de/users/public/images/ZqsoJk8ZKY.jpg
Watson:
https://www.imgbox.de/users/public/images/27GnMH08jq.jpg
https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/wahlen/so-umweltfreundlich-sind-di…
https://www.watson.ch/schweiz/analyse/670382038-so-umweltfreundlich-sin…
Und:
Blocher gegen Ecopop:
https://www.blocher.ch/wp-content/uploads/pdf_assorted/shn.25.008.pdf

Sehr geehrter Herr Krättli
Ich bin mit Ihrer Ansicht Einverstanden, aber die Schuld an einigen Punkten liegt auch an uns Schweizern!

Warum möchten Schweizer in gewissen Branchen nicht arbeiten? z.b. Pflege, Bau und Verkauf. Harte lange arbeit, Schichtarbeit und tiefe Löhne. Viele Schweizer möchten möglichst wenig arbeiten und viel verdienen.

Warum hat es in den Schulklassen immer mehr fremdsprachige kinder? Weil der Schweizer immer weniger Kinder auf die Welt stellt. Für viele im Alter von 25 und 45 ist Karriere wichtiger als Familie.
Auch ist das Betreuungsmodell der Schweiz eine Katastrophe, was zum nächsten Punkt führt.

Fachkräftemangel wird immer wieder von der Wirtschaft ins Spiel gebracht. Dem pflichte ich nicht zu. Unsere Frauen machen auch eine Ausbildung, doch sobald sie Mütter sind sollten sie zu Hause bleiben. Das sehen sehr viele SVP-Vertreter so, sonst würde man Krippen usw. unterstützen.

Ich bin mir noch nicht sicher ob JA oder NEIN.

Eines ist aber klar, wenn WIR etwas ändern möchten Dann muss der SCHWEIZER von seinem HOHEN ROSS herunterkommen.
Unternehmen müssen die Anforderungen runterfahren. Ein Topschüler geht nicht auf den Bau oder in den Pflegeberuf. Ein Toparbeiter muss nicht unbedingt ein guter Schüler sein.
Müttern sollten auch nach der Geburt weiterhin arbeiten können und für die Kinder einen Betreuungsplatz bekommen. Dann brauchen wir auch weniger ausländische "Fachkräfte".

Sehr geehrter Herr Pauli,
ich danke Ihnen fuer Ihnen aufklaerenden Kommentar.
Sie schreiben unter anderem , dass “ der Schweizer immer weniger Kinder auf die Welt stellt “.
Die Frage ist warum. Vermutlich eine dumme Frage.
Douglas Murray, in seinem Buch ~ The Strange Death of Europe ~ , fragt sich auch warum und ob die Regierung die Leute je mal gefagt hat warum das so ist.

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