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Soll das letzte autofreie Naherholungsgebiet in Domat/Ems zerstört werden ?

Wo in Ems haben wir ausser im Bereich der geplanten Strasse Süd-Ost noch ein letztes so nahes autofreies, asphaltfreies und immissionsfreies Gebiet, das für erholungssuchende Spaziergänger und für Jung und Alt zu Fuss innert wenigen Minuten aus dem Siedlungsgebiet erreichbar ist ? Kleine Kinder müssen beim Spaziergang nicht an der Hand gehalten werden, Ältere können an Stöcken ungestört spazieren, Hunde können frei herumtoben und Berufstätige können innert Minuten in Stille durchatmen und sich je nach Jahreszeit zwischen Kornfeldern wie auf den Bildern des Malers van Gogh erholen.

Solch ein wertvolles ruhiges Erholungsgebiet um die Ecke gibt es in Ems kein Zweites mehr. Auch die Anwohner (Familien, Ältere, Joggerinnen, Hundehalterinnen) der Via Calundis (jetzige Verkehrsauslastung Ost: 52 Prozent, West: 19 Prozent) profitieren davon. Sogar die seltenen Waldrapp-Vögel geniessen es bei einem Zwischenhalt.

Zerstören wir nicht unwiederbringlich ein Juwel, das wir in unmittelbarer Dorfnähe haben.
Stimmen wir klar Nein zu der verkehrstechnisch vollkommen unnötigen Strasse Süd-Ost.

Kurt Meier Domat /Ems

Kurt Meier
27.12.23 - 13:05 Uhr
Leserbrief
Ort:
Domat/Ems
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Bravo, Kurt Meier. Jedoch, was solls? Nützt Ihr Leserbrief irgendetwas? Werden nicht Menschen wie wir weniger und die Motomyriaden immer mehr, JA an der Strassenbau-Urne? Ob Südumfahrung Ems oder Südumfahrung Chur vor meinem Fenster, am 27.12. wieder mindestens drei Stunden Stau in Fahrtrichtung West (40-Millionen-Kreisel), Luftqualität im Freien schlechter als in einer Tiefgarage, würde ich sagen. Wenn ich Autofahrer wäre, wäre mir der Stau zu blöde, aber die Leute, die dort im Stau stehen, müssen das anders sehen, denn sie stehen dort (apropos "Verursacherprinzip": Ich als Nichtautofahrer muss die Abgase einatmen; ich als Nichtraucher muss den Rauch des Nachbarn "einen Meter unter mir" in meiner Wohnung einatmen, während er selbst seine Fenster/Balkontür geschlossen hat, rauchfreie Wohnung hat). Okay, wenn ich Autofahrer wäre, wäre ich nicht ich, und wenn das Wörtchen wenn nicht wär', hätten wir das Paradies (Edental).
Sie schreiben über van Gogh:
Kleine Kinder müssen beim Spaziergang nicht an der Hand gehalten werden, Ältere können an Stöcken ungestört spazieren, Hunde können frei herumtoben und Berufstätige können innert Minuten in Stille durchatmen und sich je nach Jahreszeit zwischen Kornfeldern wie auf den Bildern des Malers van Gogh erholen.
Ich zitiere Paul Cézanne (1839-1906):
"Man muß sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet…"
Diesen Niedergang (der Natur, der Arten, der Erde) diagnostisch zu erfassen, genügt da die Momentaufnahme, der Blick über Tage oder Jahre, oder braucht es die Sicht über Dekaden und Jahrhunderte? Insofern infaust.
Dirk C. Fleck und und Julia Szarvasy:
https://www.youtube.com/watch?v=4wQtpb2zUTo
Nützt es irgendetwas, dass am 26.12.2023 im Zeitungsinterview der Bündner Hotelierpräsident Ernst «Aschi» Wyrsch sagt: Den Fachkräftemangel allein auf die Demografie zu reduzieren, greift in meinen Augen darum zu kurz: Er ist auch ein gesamtgesellschaftliches Problem. Die heutige Jugend ist verweichlicht. Man gibt zu schnell auf, ist rasch genervt, empfindlich und kränklich. Kurz: Die Widerstandsfähigkeit, die sogenannte Resilienz, fehlt. Ich möchte betonen: Das ist kein Tourismusphänomen, sondern betrifft sämtliche Branchen.
Yeah, "kränklich" (!) ist sein Wort, und das in seinem historischen Luftkurort Davos, und das, obwohl seit bald zehn Jahren ich hier für einen Bündner Gesundheitstourismus (auch für Einheimische) plädiere (während ich keinen offiziellen sehe) – da sehen Sie mal, was Leserbriefe nützen, Kurt Meier.
Laut Wirtschaftsjournalist Werner Vontobel leben wir nicht mehr artgerecht. Auch wenn es aus meiner Erfahrung leider nichts nützt (siehe oben), aber Sie können auf das Foto klicken, sobald der Link geöffnet ist (Buch-Erscheinungsjahr 1985):
https://www.amazon.de/Bernd-Dost-Kranke-Umwelt-kranke/dp/B00DKAG2MW

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