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Graubünden hat nicht zu viele Menschen – sondern zu wenig Arbeitskräfte

Die Initiative für eine «10-Millionen-Schweiz» mag auf den ersten Blick einfach klingen. Sie löst aber weder in Zürich noch bei uns die echten Probleme. Insbesondere für Graubünden ist sie jedoch brandgefährlich.
Unser Kanton hat nicht zu viele Menschen, sondern zu wenige. Junge Leute gehen weg, gleichzeitig werden wir älter. Schon heute fehlen in der Pflege, in der Gastronomie, im Bau und im Gewerbe die nötigen Leute. Die Überalterung in Graubünden wird sich noch verschärfen. Wer meint, man könne dieses Problem mit weniger Zuwanderung lösen, liegt falsch.
Die Folgen wären im Alltag spürbar: weniger Personal in Spitälern und Heimen, längere Wartezeiten bei Unfall und Krankheit. Handwerksbetriebe, die Aufträge ablehnen müssen oder schliessen. Wer repariert dann die defekte Wasserleitung? Besonders hart trifft es unsere Täler. Wenn die Bevölkerung weiter abnimmt, geraten Schulen, Läden und ganze Dörfer unter Druck.
Oft hört man, es habe «zu viele Leute». Dieses Gefühl kennt man vor allem aus den Städten – nicht aus Graubünden. Wir lösen hier ein Problem, das wir gar nicht haben, und schaffen viele neue.
Natürlich braucht es Regeln bei der Zuwanderung. Aber diese Initiative ist ein starres, bürokratisches Instrument und verschärft heutige Probleme statt sie zu lösen.
Wer Graubünden stärken will, sagt Nein zu dieser Initiative.
Denn klar ist:
Graubünden hat kein Dichteproblem.
Graubünden hat ein Arbeitskräfteproblem.

Oliver Hohl, Unternehmer und Grossrat FDP, Chur

Oliver Hohl
24.04.26 - 09:41 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
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Diese Argumente sind nicht völlig falsch. Graubünden ist nicht überbevölkert. Doch wenn man Probleme nur durch Wachstum lösen kann, so muss ich fragen: Wann endet das Wachstum? Werden wir in zwanzig Jahren immer noch sagen, wir brauchten mehr Zuwanderer?

Dieser Leserbrief ist falsch.
Geschrieben von einem FDP-ler, einem Kassierer, einem Millionär, der von der Dichte profitiert (ohne selbst in der Masse "baden zu müssen", da eigene Villa), unter der ich leide.
Für das Volk sage ich JA am 14. Juni 2026,
Nachhaltigkeit, Nachhaltigkeits-Initiative.