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Nein zur Chaos-Initiative: Wer langfristig denkt, braucht klare Rahmenbedingungen

Ich war schon als Kind oft im Engadin und habe früh gespürt, was dieser Ort bedeutet. Schon sehr früh hat mich die Hotellerie fasziniert. Sie war für mich immer mehr als eine Branche, sondern vielmehr ein Wirkungsort, an dem Geschichte und Verantwortung gegenüber einer Region aufeinandertreffen. Heute darf ich mit dem Parkhotel Margna in Sils einen solchen Ort gemeinsam mit meiner Frau führen. Seit 2017 tragen wir die Verantwortung für ein Haus mit über 200-jähriger Geschichte, ein Betrieb, der sich stetig weiterentwickelt und gleichzeitig seine Wurzeln bewahrt.
Diese Kombination aus Tradition und Zukunft prägt auch meinen Blick auf politische Vorlagen.
Die sogenannte «Chaos-Initiative» überzeugt mich nicht.
Gerade im Tourismus und besonders im Berggebiet, denken wir nicht in Quartalen, sondern in Jahren und Generationen. Investitionen, Mitarbeitende, die Entwicklung einer Destination: All das braucht Verlässlichkeit.
Als Direktor eines Hotels und als Mitglied des Gemeindevorstands erlebe ich beide Seiten: die unternehmerische und die politische. Und ich sehe, wie wichtig klare und stabile Rahmenbedingungen sind, damit sich eine Region wie das Engadin nachhaltig entwickeln kann.
Wir arbeiten täglich daran, unseren Betrieb weiterzubringen, Arbeitsplätze zu sichern und unseren Gästen höchste Qualität zu bieten. Das gelingt nur, wenn die Spielregeln nachvollziehbar und konstant bleiben.
Deshalb bin ich überzeugt: Diese Initiative bringt nicht die nötige Klarheit, sondern neue Unsicherheit. Und genau deshalb sage ich Nein zur «Chaos-Initiative».

Luzi Seiler Direktor Margna Parkhotel Sils und Mitglied Gemein
16.04.26 - 17:11 Uhr
Leserbrief
Ort:
Sils im Engadin/Segl
Zum Artikel:
https://www.suedostschweiz.ch/sendungen/radio-grischa-info-kompakt/buen…
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Luzi Seiler Direktor Margna Parkhotel Sils will also "WEITER SO".
Was heisst das?
Für ihn persönlich offensichtlich billige ausländische Arbeiter (Gastronomie, Putzdienste), mehr Profit.
Für die Wirtschaft (wie Economiesuisse) "Wachstum ohne Ende". Fragen Sie die Onkologie, was das bedeutet.
Hingegen für uns Menschen bedeutet es Wohnungsnot, sinkende Gesundheit und Umweltdesaster, die an unser Lebensqualität und letzlich an unserem Leben selbst sägen. Zudem ist die EU ein Kriegsprojekt, also nicht ein Friedensprojekt, was man uns einredete.
Ich bin für Nachhaltigkeit, und deshalb folgerichtigerweise für die Nachhaltigkeitsinitiative.
JA - 14. Juni 2026.
►Infosperber.ch
Mit einer Einwanderungsbremse gegen den Dichtestress
Werner Vontobel / 6.02.2026 Zu tieferen Mieten und mehr Lebensqualität kommt es, wenn die Einwanderung sinkt. Darüber muss man ernsthaft diskutieren.
https://www.infosperber.ch/gesellschaft/kritik-an-der-einwanderung-blei…
Aber was sind ein paar Prozente mehr BIP oder Lohn im Vergleich zu mehr Stau, längeren Arbeitswegen, 1500 Franken mehr Monatsmiete, dem Verlust von Nachbarschaft, mehr Pneuabrieb in der Atemluft etc.? Lohnt sich das?

Am 14. Juni 2026 wird abgestimmt über:
1. Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)»
2. Änderung vom 26. September 2025 des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst (Zivildienstgesetz).

Herr Seiler, ich nehme an mit Chaos-Initiative meinen Sie die SVP-Initiative "Keine 10-Millionen-Schweiz"?
Das wäre die Initiative von der sogar Economiesuisse sagt: Chaos-Initiative gefährdet Innovationsmotor Schweiz.