Wahlen Gemeindepräsident Glarus Nord
Schaut man als Wahlbürger derzeit nach Glarus Nord, kann man sich ein kleines Schmunzeln kaum verkneifen. In Leserbriefen und diversen Zeitungsberichten wird fleissig Stimmung gemacht – mal für den einen, mal für den anderen. Demokratie lebt ja bekanntlich von Meinungen, und davon scheint es im Moment reichlich zu geben. 🙂
Wenn jedoch ein ehemaliger Gemeindepräsident, der notabene vor Ablauf seiner Wahlperiode zurückgetreten ist, öffentlich gegen seinen Nachfolger Stimmung macht, frage ich mich schon, ob das wirklich der beste politische Stil ist. Aber gut – darüber darf und soll sich jede Stimmbürgerin und jeder Stimmbürger seine eigene Meinung bilden.
Vor einiger Zeit wurde uns Bürgerinnen und Bürgern von Glarus Mitte einmal erklärt, bei uns sei es politisch fast zu friedlich. Nun ja – ich persönlich bin darüber eigentlich ganz froh. Ein Gemeinderat und ein Gemeindepräsident sollten ihre Energie doch lieber dafür einsetzen, gemeinsam zum Wohl der Gemeinde zu arbeiten, statt sich in öffentlichen Schlagabtauschen zu verlieren.
Eines allerdings gibt mir wirklich zu denken: Warum gehen eigentlich so wenige Wahlberechtigte abstimmen? Ist es den Menschen tatsächlich so egal geworden, wer ihre Gemeinde führt? Oder ist das Ganze inzwischen eher ein politisches Theater, das viele nur noch von der Seitenlinie aus beobachten?
In jedem Fall bleibt zu hoffen, dass am Ende nicht die lautesten Stimmen entscheiden, sondern die überzeugendsten Argumente. Und vielleicht – ganz vielleicht – auch wieder etwas mehr Menschen den Weg zur Urne finden.
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