Kommentar von Antonia Bertschinger
Frau Bertschinger hat einen hervorragenden Kommentar geschrieben. Es ist unerträglich, mit welcher Sorglosigkeit im Nahen Osten herumgebombt wird. Ich betrachte die USA seit sehr vielen Jahren als den grössten Schurkenstaat, da dieses Land weltweit die Finger in die Angelegenheit anderer steckt. Gewiss muss man gegenüber dem Iran, Nordkorea oder anderen Staaten misstrauisch sein, doch ist deren Gefährlichkeit lokal eher begrenzt. Besonders entsetzt bin ich, wie viele Menschen sich sogar freuen können, dass die USA oder Israel im Nahen Osten endlich "aufräumen". Wie kann man nur so parteiisch sein! Ein ganz mieses Beispiel dafür ist der deutsche Vasall Donald Trumps namens Friedrich Merz! Jemand, der ständig grosse Töne spuckt, aber nichts leistet. Wir Europäer scheinen unsere wirtschaftliche und militärische Abhängigkeit von den USA offenbar erst jetzt so richtig zu bemerken, nachdem ein charakterlich unfähiger Präsident in Washington das Sagen hat! Wann emanzipieren wir uns? Wann reden wir über das Verhalten Trumps endlich Klartext?
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.
Damit jeder meinen Beitrag…
Damit jeder meinen Beitrag verstehen und sich zum Inhalt äussern kann, statt Polemik zu betreiben, habe ich den Text leicht angepasst.
Natürlich müssen Sie die USA nicht lieben. Ich kann das gut verstehen, denn der Präsident der USA liefert genug Gründe, um abstossend zu sein. Aber von einer lokal begrenzten Gefährlichkeit bei Nordkorea und dem Iran zu sprechen, ist eine Verkennung und Verleugnung der Tatsachen. Länder, die ihre eigenen Bürger massakrieren und versklaven bzw. Langstreckenraketen und Atombomben entwickeln oder besitzen, sind globale tickende Zeitbomben. Und wie stellt man solche Bomben ab? Ein frommes Gebet genügt leider nicht. Diktatoren reagieren nicht auf sanfte Brisen, sondern nur Stürme können sie zur Einkehr zwingen. Wie war es mit Nazi-Deutschland? Alle Appeasement-Konferenzen hatten nichts gebracht.
Sie glauben doch nicht, dass…
Sie glauben doch nicht, dass dieser Krieg zu irgendetwas Gutem führen wird, Herr Zogg! Die gewaltsame Entfernung von Despoten hatte fast immer ein Chaos zur Folge, das extremistische Gruppen zu nutzen wussten. So entstand als Folge der illegalen Invasion des Irak durch die US-Amerikaner und Helfershelfer, zu der auch der damalige Senator J. Biden sein OK gab, durch die Marginalisierung der Sunniten die IS, die sich über die Region hinaus nach Afrika ausbreitete. In Ländern von Westafrika, wo ich lange gelebt habe, wurde die Sudan-Savanna und Sahelzone für viele zur no-go Area und in vier Ländern herrscht wieder eine Militärjunta.
Vergessen wir auch nicht, dass Trump vom US-Volk gewählt wurde, und nicht nur einmal! Und in der Schweiz waren 2024 die SVP, FDP und sehr wahrscheinlich ein grosser Teil der Mitte für Trump. Für die Neoliberalen bedeutet Freiheit nichts anderes als die Freiheit, Gewinne zu maximieren mit einem Minimum an Regulierungen durch den Staat. Moralische Bedenken spielen dabei absolut keine Rolle und ich habe auch starke Zweifel, dass wir tapferen Eidgenossen bereit sind, irgendetwas zu wagen, dass unseren Wohlstand schmälert.
Sie haben recht, die…
Sie haben recht, die Entfernung von Despoten ist nicht immer eine gute Idee. Despoten hinterlassen ihr Land stets in einem desolaten Zustand. Meistens ist die zivile Gesellschaft so zerstört, dass sich keine freie und demokratische Struktur sofort etablieren kann.
Andererseits ist das Gewährenlassen von Despoten auch keine gute Idee. Zuschauen zu müssen, wie diese Typen ihr eigenes und fremde Völker massakrieren, ist unerträglich und nicht auszuhalten. Hinzu kommt, dass Despoten und andere Verbrecher immer wieder Beispiele für Nachahmer sind. Somit müssen diese Verbrecher an ihren Taten gehindert werden.
Aus der Geschichte Frankreichs habe ich gelernt, dass nach der Revolution von 1789 Chaos und Terror folgten und sich erst nach ca. 25 Jahren langsam eine demokratische Gesellschaft etablierte.
Im Jahr 1945 konnte sich Westeuropa dank des Eingreifens der Amerikaner vom Diktator Hitler befreien.
Der richtige Umgang mit Despoten ist stets eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.
PS: Auch ich zähle Trump zu den Despoten.....
Die USA hat 800 Militärbasen…
Die USA hat 800 Militärbasen im Ausland und vertraglich zugesichert Zugang zu 200 weiteren. Russland hat um die 20 und hauptsächlich in ehemaligen Sowjetstaaten, und China hat eine in Djibouti. Nach Jimmy Carter waren die USA nur 13 Jahre lang nicht in einen grösseren bewaffneten Konflikt verwickelt. Diese Konflikte forderten zig-Millionen von Opfern und hinderten viele v.a. rohstoffreiche Länder sich zu entwickeln. Am Schluss versuchen die USA wie im Iran nur Probleme zu lösen, die sie selbst produziert haben und sie kümmern sich dabei einen Deut um das Völkerrecht. Das ist ein Schurkenstaat par excellence.
Zu glauben, dass Russland, China, Iran oder Nordkorea die grosse Gefahr für den Weltfrieden sind, zeugt von einer effizienten Hirnwäsche, deren wir uns gerne unterzogen haben, weil wir ja auch davon profitiert haben. Bis jetzt! Jetzt erfahren wir endlich, wie sich andere Länder, die auf der «falschen» Seite standen, sich fühlen müssen.
Aber warum, Herr Hofer, erwähnen sie F. Merz? Wir habe unsere eigenen «Sycophants», die Typen mit den lächerlichen Hellebardenabzeichen am Revers, die Trumpism en miniature betreiben, eine neoliberale Sekte, die sich volksnah gibt und fast prinzipiell gegen die Interessen der Kleinverdiener und Konsumenten, die sie gewählt haben, kämpft. Und sie ist die stärkste Partei in der Schweiz und am Wachsen.
Ja, Herr Schulthess, ausser…
Ja, Herr Schulthess, ausser Merz gibt es noch weitere Mitläufer oder einseitig denkende Politiker. Ich erwähnte ihn, weil er Donald Trumps illegalen Angriffskrieg verteidigt. Und weil die Herren Merz, Wadephul und Steinmeier sich nicht nur hinter Trump, sondern auch unkritisch hinter Netanjahu stellen, dessen Land ständig expandiert und in Nachbarstaaten zehntausende Zivilisten umgebracht hat.
Trump und seine CIA freuen…
Trump und seine CIA freuen sich über die Texte von Jean-Marie Zogg, sie erzählen beide dasselbe. Noch mehr "geimpfter" kann man nicht sein.
Gewiss, Sie müssen die USA…
Gewiss, Sie müssen die USA nicht lieben. Ich kann das gut verstehen, der Präsident liefert genug Gründe, um abgestossend zu wirken. Aber bei Nordkorea und dem Iran von einer lokal begrenzten Gefährlichkeit zu schreiben, ist eine Verkennung der Tatsachen. Länder, die ihre eigenen Bürger massakrieren oder versklaven und gleichzeitig Langstreckenraketen und Atombomben entwickeln bzw. schon besitzen, sind globale tickende Zeitbomben. Und wie stellt man solche Bomben ab? Ein frommes Gebet genügt leider nicht. Diktatoren reagieren nicht auf sanfte Brisen, sondern nur Stürme können sie zur Einkehr zwingen. Wie war es mit Nazi-Deutschland? Alle Appeasement-Konferenzen hatten nichts gebracht.