Halbierungsinitiative
Wer jetzt den Abstimmenden vorgaukelt, sie hätten Ende Monat mehr Geld im Portemonnaie, hält diese für dumm. Ich stelle in Frage ob sich die Initianten der Halbierungsinitiative wirklich bewusst sind, was wir zu verlieren haben. Ob sie von der Vielfalt der Themen, welche nur schon alleine die Radiosender anbieten wirklich wissen? Es gibt andere Möglichkeiten über die sogenannte Ausgewogenheit zu diskutieren. Dass Sendungen auch zum Denken anregen und neue Perspektiven eröffnen können, dass sich Leute auch beteiligen und mitreden können, dass ein Wunschkonzert genauso einen Wert hat, wie eine Wissenschafts- oder Kultursendung ist nicht zu unterschätzen. Das Radio erreicht verschiedenste Hörerinnen und Hörer, sei es bei ganz gezieltem Zuhören oder wenn einem die Sendung oder Musik im Hintergrund in der Werkstatt oder beim Rüsten begleitet; Wer hört nicht Nachrichten und das Wetter...
Danke also an die Radiomacherinnen und Radiomacher. Ich und viele andere möchten gerne weiterhin ein vielfältiges Radio und nicht die Hälfte!
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Danke für die klaren Worte…
Danke für die klaren Worte. Mit der Parole "200 Franken sind genug!" und den damit verbundenen vorgeschobenen Argumenten werden bestimmte Gefühle geweckt, die bei vielen Mitbürgern verfangen. Die wahren Argumente der Initiative und deren Unterstützer - die Absicht oder zumindest die bewusste Inkaufnahme, die SRG durch Halbierung der Mittel drastisch zu schädigen - sind erst auf den zweiten Blick ersichtlich.
Diese Täuschungsabsicht gegenüber der Bevölkerung ist gemein, man wird für dumm gehalten. Dass der Bündner Gewerbeverband (und der Schweizer Gewerbeverband sowieso) nicht nur die Ja Parole beschlossen haben, sondern sich wehement für die Initiative einsetzen und mit verschiedensten Argumenten um sich schlagen ist aus meiner Sicht extrem enttäuschend.
... Es sind nämlich genau…
... Es sind nämlich genau diese Verbände die - mit Recht - an Werte wie Solidarität gegenüber dem lokalen/heimischen Gewerbe appelieren. Aber wenn es um die Solidarität gegenüber einer gemeinschaftlichen Insititution wie die SRG geht (welche übrigens kein "Staatssender" ist) - die der gesamten Bevölkerung dient - foutieren sich die Gewerbeverbände.