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Die Eskalationen im Nahen Osten

Wo ist der politische Wille, Sicherheit wieder als zentrale Staatsaufgabe zu erfüllen?

Seit vier Jahren herrscht Krieg in Europa und die aktuell brisant-bedrohlichen Eskalationen im Nahen und Mittleren Osten drohen einen nicht mehr kontrollierbaren Flächenbrand zu entfachen! Gerade deshalb stellt sich jetzt die zentrale Frage: Ist unser Land heute ausreichend vorbereitet, um seine Bevölkerung im Ernstfall zu schützen? Die Bundesverfassung verpflichtet uns doch zur bewaffneten Neutralität. Sie setzt voraus, dass die Schweiz ihre Unabhängigkeit und ihre Bevölkerung glaubwürdig zu schützen vermag. Doch genau hier bestehen berechtigte Zweifel. Über Jahre hinweg wurde die sicherheitspolitische Substanz massiv verdünnt - Stichwort: Friedensdividenden seit den 90igeren Jahren! Notwendige Investitionen wurden hinausgeschoben oder teilweise fahrlässig in den Sand gesetzt. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Weltlage, dass Sicherheit nicht kurzfristig aufgebaut werden kann. Wer erst im Ernstfall reagiert, kommt zu spät. Die Schweiz, eines der reichsten Länder, verfügt über die notwendigen finanziellen Möglichkeiten. Entscheidend ist dabei der politische Wille, Sicherheit wieder als zentrale Staatsaufgabe zu behandeln – mit der heute zwingend notwendigen Priorität. Es geht nicht um Aufrüstung um der Aufrüstung Willen.
Es geht um den Schutz unserer Bevölkerung. Dieser Auftrag duldet jetzt ultimativ keinen Aufschub mehr.

Richard Fischer
02.03.26 - 14:33 Uhr
Leserbrief
Ort:
Brugg
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Es ist immer der gleiche Mecano. Nach längerer kriegsfreier Zeit lässt man die Armee vergammeln oder rüstet medienwirksam ab. So geschehen vor beiden Weltkriegen und ungeachtet der vielen machtgierigen Psychopathen an strategischen Positionen. Die eigenen Verteidigungskräfte gehören so wenig abgeschafft wie die Feuerwehren. Mit dieser Meinung war ich in den letzten 50 Jahren immer in einer kleinen Minderheit. 1-2% der Menschen kommen psychopathisch zur Welt. Für einen Weltfrieden, der diesen Namen verdient, darf der Psychopathenanteil an der Bevölkerung (oder zumindest an wichtigen Stellen) 0% aber nicht überschreiten.

Herr Jäger, ich hätte die Quote der Psychopathen höher als zwei Prozent geschätzt. Vielleicht, weil ich die Narzissten zu den Psychopathen zähle.
Herr Reuss, die Schweiz hat nicht mehr viele Freunde. Russland, China und die USA verfolgen ihre eigenen Ziele und können sicherlich nicht als beste Freunde angesehen werden. Mit der EU haben wir es ebenfalls verbockt, und das liegt daran, dass eine Volkspartei die EU als Produkt des Satans eingestuft hat. Es wird eng für uns Schweizer und Schweizerinnen.

Sie sagen es:
"zeigt die aktuelle Weltlage, dass Sicherheit nicht kurzfristig aufgebaut werden kann. Wer erst im Ernstfall reagiert, kommt zu spät. (...) Es geht nicht um Aufrüstung um der Aufrüstung Willen."
Ich schreibe seit Jahren,
Rat ans VBS: Denken statt Böllern. Wer Freund und Feind verwechselt, da helfen alle Milliarden Franken und Leben nichts.
Die Analyse (Diagnose) ist falsch. Ergo ist die (sogar aufwendige)"Therapie" kontraproduktiv und fehlt die Ursachenheilung.

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