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Bargeld

Auch ich hänge noch am Bargeld. Wie lange wohl noch?

Mein Sohn und ich waren kürzlich für ein verlängertes Wochenende in England – genauer gesagt in Bristol und London, um Fussball zu schauen. Als wir die Reise planten, fragte ich mich, ob ich Bargeld in britischen Pfund mitnehmen sollte. Mein Sohn meinte: «Das brauchst du sicher nicht, deine Kreditkarte genügt.»
Aus Gewohnheit nahm ich trotzdem 400 GBP mit.

Als wir in London ankamen, war gerade Mittag und wir gingen etwas essen. Beim Bezahlen nahm ich wie gewohnt mein Portemonnaie hervor und streckte dem Kassierer eine 20‑Pfund‑Note entgegen. Ich merkte sofort, wie überrascht und überfordert er mit dem Bargeld war. Er konnte mir nicht einmal das Rückgeld herausgeben und ging nach hinten, um jemanden zu fragen. Die Frau dort gab mir dann das Rückgeld aber nur, weil ich den Betrag aufrundete. Münzen hatte sie nämlich auch keine.

Diese Überforderung mit Bargeld und Münzen war irgendwie überall an den Kassen spürbar. Mit Aufrunden und der Frage, ob Cash überhaupt geht, konnte ich meistens doch noch bar bezahlen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass das Bargeld langsam aber sicher verschwinden wird, ob wir das wollen oder nicht.

Ciril Cavigelli
28.02.26 - 11:36 Uhr
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Untervaz
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