WEF Davos
Für Geld macht man alles
Alle Jahre wieder. Die Wichtigsten, pardon, die reichsten Personen aller, nein, einiger Länder, haben sich wieder versammelt, um mal eben die grossen Probleme der Menschheit zu lösen. Oder ist es doch nur Networking, eine Menge Geld verdienen und ausgelassen Partys feiern? Es wird Personen eine Plattform geboten, die Menschenrechte missachten, Chaos und Unheil in die Welt bringen. Bekanntlich steht Davos für Naturliebe und Erholung, Kinder und Familie, Kultur und Abenteuer. Dies alles sind gute Gründe, das ganze Jahr über an einem Ort wohnen, arbeiten und leben zu wollen. Leider wird man bei beginnenden Aufbauarbeiten, beispielsweise im Stau im Arbeitsalltag, schon wieder daran erinnert,
dass unsere Steuergelder für einen Anlass verschwendet werden, bei dem rein gar nichts für eine bessere Welt erreicht wird. Ein Wunder, werden wir Einheimischen nicht aufgefordert die Stadt zu verlassen. Für Nicht-Profiteure gibt es eine Reihe negativer Auswirkungen des WEFs. Wer seine Wohnung nicht überteuert vermietet oder nicht über nötige Mittel verfügt, eine Woche in den Urlaub zu fahren, ist gezwungen im Alltag starke Nerven zu bewahren. Wie jedes Jahr erwähnenswert; Die üblichen Staus, dieses Jahr wahrscheinlich mit einem neuen Rekord, bis ins Prättigau. Plötzlich ist es völlig normal, überall zu parkieren, den Stau über die Langlaufloipen zu umfahren und Schul- & Verkehrswege mit bewaffneten Patrouillen zu sichern. Dies sind nur einige wenige Anspielungen auf ein Ausmass, welches zu eskalieren droht. Geht es nur darum, diesen Wahnsinn auszuhalten oder können wir mittlerweile froh sein, wenn nichts Schlimmes passiert? Wie schon erwähnt; “Committed to improving the state of the world!”Stellen Sie sich vor, wenn der Aufwand und die finanziellen Mittel der WEF-Organisation stattdessen in langlebige Projekte investiert werden würden? Bezahlbaren Wohn- und Geschäftsraum, Naturschutz, Familienprojekte, Kultur und Bildungssystem. Das WEF zerstört Möglichkeiten für die Menschen, die gerne hier leben und Fuss fassen wollen. Immobilienbesitzende, welche am WEF hohe Geldsummen einnehmen, unterstützen diesen elitären Anlass und tragen zur Wohnungsnot bei. Wir freuen uns auf die Reaktion von «Nicht-Profiteuren», die erklären, wie wichtig dieser Anlass für Davos ist und wieviel Gutes mit den hohen Einnahmen des WEFs für die Bevölkerung getan wird. Bestimmt werden diese Personen im Namen der Gemeinde für uns alle sprechen.
Lea und Nina Moser, Davos
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