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Der Weisse Tod – und das Hospiz

Die beiden Artikel zur Erinnerungen an die Lawinen in Neukirch/Safiental vor 75 Jahren sind gut recherchiert und präsentiert.
Es ist erstaunlich, wie nah und frisch solche Erinnerungen sein können bei Menschen, die unmittelbar von tragischen Ereignissen betroffen waren.
Schon vor einiger Zeit zeigte sich das am Mittagstisch in der WG Alte Sennerei in Tenna. Es schneite draussen, und plötzlich war die Furcht vor dem Weissen Tod spürbar präsent. Daraus ergab sich ein Austausch unter Mitbewohnenden, den niemand vorhersehen konnte: Im letzten Lebensabschnitt kamen zwei Personen zusammen, die am selben Tag in unterschiedlichen Tälern von Lawinen betroffen waren. Gian Pedretti verlor das Elternhaus und das Atelier der Künstlerfamilie in Samedan. Ursula verlor das Nachbarhaus, in dem sie viel mit ihrem Klassenkameraden spielte. Er überlebt als Einziger.
Auch wenn alles wieder aufgeforstet, lawinenverbaut, Schaden bereinigt ist – die Erinnerungen bleiben wach, auch nach 75 Jahren. Danke Jano Felice Pajarola für die Recherche.

Othmar F. Arnold
26.01.26 - 13:44 Uhr
Leserbrief
Ort:
Tenna
Zum Artikel:
https://www.suedostschweiz.ch/graubuenden/lawinenwinter-1951-in-graubue…
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