Auftritt von Trump am WEF
Titel: Fehlender Weitblick in Trumps Rede am WEF in Davos
Die Rede von Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat einmal mehr gezeigt, wie weit Eigeninteressen und globale Verantwortung auseinanderliegen können. Statt die Bühne zu nutzen, um sich den drängenden Herausforderungen unserer Zeit zu stellen – Klimawandel, soziale Ungleichheit, geopolitische Spannungen und die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit –, beschränkte sich der US-Präsident weitgehend auf Selbstlob und die Darstellung vermeintlicher wirtschaftlicher Erfolge.
Das Weltwirtschaftsforum ist keine Plattform um sich selbst darzustellen, sondern ein Ort, an dem Lösungen für globale Probleme diskutiert werden sollten. Wenn führende Politiker diese Gelegenheit für populistische Botschaften missbrauchen, wird nicht nur der Sinn der Veranstaltung untergraben, sondern auch das Vertrauen in die Fähigkeit der internationalen Gemeinschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.
Gerade in einer Zeit, in der die Welt vor komplexen Herausforderungen steht, sind klare Visionen und konkrete Maßnahmen gefragt. Stattdessen hören wir Floskeln, die weder Orientierung bieten noch den Ernst der Lage widerspiegeln. Solche Auftritte sind nicht nur enttäuschend, sondern gefährlich, weil sie den Eindruck erwecken, dass kurzfristige Eigeninteressen über langfristige Lösungen gestellt werden.
Ich hoffe, dass das WEF künftig wieder stärker auf Inhalte setzt, die den globalen Dialog fördern und echte Fortschritte ermöglichen. Die Welt braucht Führungspersönlichkeiten, die Verantwortung übernehmen – nicht Selbstdarsteller.
Albert Döderlein Thusis
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Verantwortung übernehmen…
Verantwortung übernehmen anstatt Selbstdarstellung - das stimmt, Herr Döderlein. Man kann aber das Erscheinen des wohlbeleibten Herrn aus Washington auch noch aus einer völlig anderen Perspektive anschauen. Es ist anzunehmen, dass Donald Trump und sein riesiger Mitarbeiterstab und der exzessive Gebrauch von Ressourcen und Technik innerhalb von zwei Tagen soviel Energie benötigen, wie ich innerhalb von 10 Jahren oder sogar in meinem ganzen Leben verbrauche!
Martin Hofer, da haben Sie…
Martin Hofer, da haben Sie noch bescheiden gerechnet.
Tagesanzeiger 26.6.2019:
Das US-Militär verschmutzt die Umwelt stärker als 140 Länder
KI:
Das US-Militär ist einer der weltweit größten institutionellen Verbraucher fossiler Energien und emittiert jährlich über 59 Millionen Tonnen CO2. Dies übersteigt den Ausstoß vieler einzelner Länder, wie Portugal oder Peru. Der Verbrauch umfasst im Haushaltsjahr 2021 fast 78 Millionen Barrel Treibstoff für Schiffe, Flugzeuge und Stützpunkte.
Wichtige Fakten zum Energieverbrauch: Emissionen: Das Militär verursacht Schätzungen zufolge mehr CO2 als 148 der 195 Länder der Welt.
Treibstoff: 2017 verbrauchte das US-Militär schätzungsweise 269.230 Barrel Öl pro Tag.
Hauptverbraucher: Die US Air Force ist für mehr als die Hälfte der Emissionen verantwortlich.
Ein einziger F-35-Kampfjet stößt pro Einsatz bis zu 28 Tonnen CO2 aus.
Die Tanks eines Su-27 fassen…
Die Tanks eines Su-27 fassen noch eine Tonne mehr Treibstoff als die eines F-35A. Dessen Triebwerk verbrennt im Reiseflug ca. 4 Tonnen Treibstoff pro Stunde, die beiden Triebwerke eines Su-27 ca. 12 Tonnen. Seit 24.2.22 produziert Putins Armee einige Male soviel Schadfstoffe pro Jahr wie die US-Army...