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Olympische Winterspiele 2038

Nein zu den Olympischen Winterspielen 2038 in der Schweiz

Sehr geehrte Damen und Herren, die Bewerbung der Schweiz für die Olympischen Winterspiele 2038 mag auf den ersten Blick verlockend erscheinen – ein sportliches Grossereignis, internationale Aufmerksamkeit, wirtschaftliche Chancen. Doch bei genauerem Hinsehen überwiegen die Nachteile deutlich.
Umweltbelastung und Klimawandel: Die Austragung der Spiele würde enorme Eingriffe in unsere sensible Alpenlandschaft bedeuten. Neue Infrastrukturen, künstliche Beschneiung und zusätzlicher Verkehr belasten die Natur und widersprechen den Klimazielen, die wir uns als Gesellschaft gesetzt haben. In Zeiten des Klimawandels ist es schlicht unverantwortlich, Milliarden in ein Event zu investieren, das die Umwelt weiter schädigt.
Kosten und Nutzen: Olympische Spiele sind teuer. Die Erfahrung anderer Länder zeigt, dass die Kosten regelmässig explodieren und die Steuerzahler am Ende die Rechnung tragen. Die versprochenen wirtschaftlichen Vorteile sind oft kurzfristig und kommen nur wenigen zugute, während die breite Bevölkerung die Last trägt.
Gesellschaftliche Prioritäten: Statt Milliarden für ein zweiwöchiges Spektakel auszugeben, sollten wir in nachhaltige Projekte investieren: Bildung, Gesundheit, Klimaschutz. Diese Bereiche bringen langfristigen Nutzen für alle und stärken die Schweiz als Vorbild für verantwortungsvolles Handeln.
Die Olympischen Winterspiele 2038 sind kein Gewinn für die Schweiz – sie sind ein Risiko für unsere Umwelt, unsere Finanzen und unsere Zukunft. Sagen wir gemeinsam Nein zu dieser Bewerbung.

Albert Döderlein
15.01.26 - 16:50 Uhr
Leserbrief
Ort:
7430 Thusis
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So ist es! Von einer Olympiade profitieren nur wenige. Echte Sportsfreunde bewegen sich gescheiter selbst und kümmern sich nicht darum, ob irgendein Ehrgeizling zwei Hundertstelsekunden schneller den Hang hinunterrast. Eine Olympiade hat mit Sport wenig, mit Kapitalismus und Prestige umso mehr zu tun.