Postauto-Wo bleibt die Sicherheit?
Postauto – Wo bleibt die Sicherheit?
Als Kind bin ich oft mit meinem Vater, der Postautochauffeur war, mit dem Postauto von Vrin nach Ilanz gefahren. So wie ich mich erinnere, war das immer eine eher gemütliche aber vor allem sichere Fahrt. Heutzutage werden die Fahrpläne immer straffer. Immer schneller muss man von einem Ort zum anderen gelangen. Dabei vergisst man aber, dass zum Beispiel die Strecke von Vrin nach Ilanz immer noch 22km lang ist und immer noch gleich viele Kurven hat wie vor 20 Jahren. Um allerdings noch etwas effizienter unterwegs sein zu können, bleibt seit neustem keine Zeit mehr beim Chauffeur ein Ticket zu lösen. Stattdessen müssen die Passagiere im rasenden Postauto selbst ein Ticket lösen. Mittlerweile bin ich Mutter von zwei kleinen Kindern. Das lösen eines Tickets im fahrenden Postauto mit zwei Kindern ist sogar für mich eine Herausforderung. Umso schlimmer stelle ich mir das für ältere Menschen vor, die nicht mehr so gut zu Fuss sind und schon gar nicht im fahrenden Postauto bei zahlreichen Kurven. Hinzu kommt die Überforderung überhaupt ein Ticket mit diversen Eingaben von Strecke, Halbtax, hin und retour etc. lösen zu können. Wenn die Postauto AG weiterhin ein sicheres öffentliches Verkehrsmittel bleiben will, muss ein Ticketverkauf direkt beim Chauffeur, und zwar mit Bargeld, wieder möglich gemacht werden.
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Ich bin regelmässig in den…
Ich bin regelmässig in den Niederlanden ("Holland"). Dort existiert eine Karte für den öffentlichen Verkehr, auf welche man einen beliebigen Betrag laden kann. Man braucht dann kein Geld mehr, zahlt aber eigentlich trotzdem bar. Die Karte kann man in jedem Bus, in jedem Tram oder in den Bahnhöfen an die Lesegeräte gehalten werden. Sekundenschnell ist man "eingecheckt". Beim Aussteigen wird wieder sekundenschnell "ausgecheckt". Man braucht keine Strecke einzugeben und es ist egal, um welches öffentliche Verkehrsmittel es sich handelt, die Abrechnung erfolgt intern. Wer keine solche Karte will, kann auch eine Kreditkarte verwenden. Der Nachteil wäre, dass man alle Fahrzeuge sowie die Bahnhofeingänge mit Lesegeräten ausrüsten müsste.