Spanier haben genug von Touristen
Es ist einfach mühsam. Seit Jahr und Tag berichtet Ralph Schulze über Spanien und da gerne über Mallorca. Am liebsten schreibt er über negative Ereignisse, selten bis nie über positive. Als Kenner der Materie muss ich dagegenhalten: Die Proteste sind verständlich, ABER: Es ist richtig, dass Mallorca ein beliebtes Reiseziel ist und jährlich von einigen Millionen Touristen besucht wird. Mallorca ist und bleibt attraktiv durch seine schönen Strände, die gute Versorgung und die wunderschöne Natur. Richtig ist aber auch, dass die Bevölkerung von Mallorca und insbesondere von Palma in den letzten Jahren überproportional gewachsen ist. Und dies sind nicht Touristen, sondern Arbeitnehmer und Arbeitssuchende aus aller Herren Ländern. Es stimmt, dass die Wohnungssituation angespannt ist und die Entwicklung der Infrastruktur damit nicht Schritt gehalten hat, da steht die Regierung in der Pflicht.
Es ist auch eine Tatsache, dass 80% der Bevölkerung der Balearen direkt oder indirekt vom Tourismus leben und ihr tägliches Brot damit verdienen. Die Kette geht von den Hotels und Gastrobetrieben bis zu den Zulieferern, Baugeschäften und Kleinunternehmern. Die Regierung , ob links oder rechts, hat die Zeichen erkannt und Massnahmen zugunsten eines verantwortungsbewussten Tourismus eingeleitet. Die Hoteliers, immer etwas fortschrittlicher unterwegs als die Regierung, haben enorm in die Nachhaltigkeit ihrer Häuser investiert, so z. B. in Wasserverbrauch, Solaranlagen, Wärmerückgewinnung, Nullkilometerprodukte, Unterstützung von Naturschutzprojekte und vieles mehr.
Die Menschen reisen gern und verbringen ihre Ferien auch gerne ausserhalb ihres Landes. Das Bedürfnis ist speziell nach der Corona-Pandemie zu verspüren und dies auf der ganzen Welt. Nachhaltigkeit ist das grosse Thema für die Zukunft und beschäftigt uns alle. Wichtig ist zu sehen, dass auch etwas gemacht wird und wir auch ohne schlechtes Gewissen unseren wohlverdienten Urlaub auf der Insel verbringen dürfen.
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