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Als Anwohnerin der Sägenstrasse sage ich klar JA zum Konsumraum!

Rund um die Abstimmung über den Rahmenkredit zum Konsumraum für Drogenabhängige ertönen immer wieder verschiedene Stimmen, welche sich kritisch über den geplanten Standort an der Sägenstrasse äussern. Vorab möchte ich festhalten, dass ich diese Sorgen, besonders von Familien mit Kindern, nachvollziehen kann.

Nach genauer Betrachtung der Argumente und Sicherheitsmassnahmen ist für mich als Anwohnerin der Sägenstrasse jedoch klar, dass ich JA stimmen werde.

Die Sicherheit für uns Anwohner hat oberste Priorität. Um den Bereich rund um den Konsumraum sicher zu gestalten, wird privates Sicherheitspersonal eingesetzt, das auch ausserhalb der Betriebszeiten präsent ist. Zusätzlich werden bauliche Massnahmen getroffen, der Bereich wird videoüberwacht und eine Hotline zur Stadtpolizei eingerichtet, die 24/7 erreichbar ist. Diese Sicherheitsvorkehrungen stellen sicher, dass Anwohner und ihre Familien geschützt werden und sich sicher fühlen können. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, dass nach der Errichtung eines Konsumraums die Sicherheit im Quartier sogar gestiegen ist!

Wichtig ist, dass die Abstimmung nicht automatisch an den Standort an der Sägenstrasse gekoppelt ist. Zwar plant die Stadt mit diesem Standort, jedoch steht das Projekt Konsumraum als Ganzes im Fokus. Wird die Vorlage abgelehnt, stehen wir wieder bei Null und die unhaltbare Situation im Stadtpark bleibt unverändert.

Der Standort an der Sägenstrasse wurde nicht zufällig gewählt. Denn ein Konsumraum darf gemäss Erfahrung maximal zehn Minuten von der Drogenszene entfernt sein, was an der Sägenstrasse gegeben ist. Zudem sollte ein Konsumraum nicht direkt bei der Drogenszene liegen, da er sonst nur für den Konsum genutzt wird und die ergänzenden Massnahmen nicht beansprucht werden. Unter Betrachtung aller Möglichkeiten ist die Sägenstrasse 75 die geeignetste Option. Sie ist nur 550 Meter vom Stadtpark entfernt (in Zürich ist der Konsumraum 800m entfernt, was gut funktioniert) und es gibt in der Umgebung wenige bis keine Schulen, Spielplätze und Kindergärten.

Liebe Mitanwohnerinnen und -anwohner, es gibt sicher schönere Orte im Quartier als einen Konsumraum und die Ängste, besonders von Familien, sind nachvollziehbar und dürfen nicht ignoriert werden. Doch ich bin überzeugt, dass unser Quartier auch mit dem Konsumraum sicher bleibt und dass es für die Stadt Chur einen Mehrwert bringt. Daher lade ich Sie dazu ein, gemeinsam mit mir am 9. Juni JA zum Rahmenkredit des Konsumraums zu stimmen.

Danke!

Bianca Zanolari
23.05.24 - 20:32 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur
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