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«Ja» zu Nandro Sol(id)ar

Hochalpine Solaranlagen sind effizient und dürften langfristig sinnvoll sein. EWZ hat umfassende Vorabklärungen gemacht und mit den Betroffenen einvernehmliche Lösungen ausgearbeitet. Jetzt sind sie bereit, über 100 Millionen Franken für ein zukunftsgerichtetes, nicht gewinn-orientiertes Projekt im Oberhalbstein zu investieren.
Der Gemeindevorstand hat sich mit dem Projekt auseinandergesetzt und kommt zum Schluss: Sehr viel spricht für die Realisierung von Nandro Solar, welches über viele Jahrzehnte emissionsfreie Energie für den steigenden Strombedarf liefern wird. Die zusätzlichen Finanzerträge würden gezielt im Tal und für die Bevölkerung eingesetzt werden.
Von der ablehnenden Seite gibt es kaum stichhaltige Argumente; es geht primär um Einzelinteressen und weniger um Gemeinwohl. Klar scheint mir: Soll sich das Surses gesellschaftlich, touristisch und (land-)wirtschaftlich erfreulich entwickeln, dann führt kein Weg an visionären Projekten, starken Partnerschaften und einem achtsamen Miteinander vorbei. Nandro Solar ist ein enkeltauglicher Beitrag zur beschlossenen Energiewende und eine Chance für die Region.

Thomas Aepli
17.01.24 - 15:31 Uhr
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Ort:
Parsonz
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Das einzige Argument der "Gegenseite": ATOM!!!!! für eine strahlende Zukunft. 1000 Generationen werden sich noch an ATOMABFALL erinnern!
WIND und SONNE waren die bevorzugten Energiequellen unserer Vorfahren. Warum wohl? Weil sie weise waren!

Die Ablehnende Seite haben die stichhaltigere Argumente, nur wollen es die PV- und Windfanatiker nicht akzeptieren, geschweige den mal überprüfen. Und auf welcher Seite die Presse steht, muss wohl auch nicht erwähnt werden.

Replik auf die Kommentare der Herren W. Zweifel und W. Lichte...
Die Unterkante des Solarmoduls beträgt 3 m, der Anstellwinkel 65°. Damit ist sichergestellt, dass auch im Winter kein Schnee auf den Modulen liegen bleibt!
Die Anlage produziert 66 GWh pro Jahr. Ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt verbraucht 5 MWh. Die Solaranlage kann also den Strombedarf von 13200 Haushalten decken. Ist doch was ....

Wenn ich nicht lache "nicht gewinn-orientiertes Projekt"! Woher haben Sie Herr Aepli diese Aussage, vermutlich von der EWZ. Unsere Stromkonzerne wollen uns Konsumenten für blöd verkaufen. In den letzten Jahren haben diese riesige Gewinne gemacht und jetzt realisieren sie nicht gewinn-orientierte Projekte? Diese Aussage ist nichts anderes als eine Nebelpetarde, welche die Tatsachen verwischt. Erstens bekommen die Stromkonzerne vom Bund sage und schreibe 60% der Investitionskosten zurückerstattet, d.h. lausige 40% müssen die Stromkonzerne selber berappen. Verkauft wird der Strom zu Marktpreisen. Und da soll kein Gewinn rausschauen? Sie glauben wohl noch an den Weihnachtsmann. Der im Winter produzierte Strom wird nicht im Surses verkauft, sondern hoch und teuer auf dem internationalen Markt. Für die Bevölkerung im Surses wird auch auf dem internationalen Markt Strom zu Höchstpreisen eingekauft. Die Engadiner Kraftwerke haben es vorgemacht. Die Bevölkerung hat nichts von diesem Solarpark ausser der Verschandelung der Natur. Das Bisschen Entschädigung an die Gemeinde sind Peanuts. Übrigens ein Privater, der auf seinem Dach eine PV-Anlage realisiert bekommt läppische 10% Förderentschädigung. Das ist die Schweizer Gerechtigkeit im Zusammenhang mit der Realisierung von PV-Anlagen. Den Grossen wird grosszügig gegeben, den Kleinen wird ein Butterbrot.

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