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In Bern sind Vertreter für bezahlbaren Wohnraum gefragt

Das Rating des HEV legt offen, wer sich angeblich für Interessen der Hauseigentümer einsetzt. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn die Kriterien sind kurzfristig gefasst und fokussieren sich lediglich auf den maximalen Profit für die aktuellen Eigentümer. In den letzten 10 Jahren sind die Preise für Einfamilienhäuser um 55% gestiegen und immer weniger Menschen können sich dadurch Wohneigentum leisten. Allein in den letzten fünf Jahren haben die Baulandpreise je nach Gemeinde um mehr als das doppelte zugenommen. Die Anzahl der Zweitwohnungen steigt leicht stärker an als jene der Erstwohnungen. Ältere günstigere Liegenschaften werden zu Zweitwohnungen umgenutzt. Die Bündner brauchen keine Lockerung der Zweitwohnungsbeschränkungen oder erweiterte Umnutzungsmöglichkeiten ausserhalb der Bauzone wie sie in der letzten Session beschlossen wurden, sondern bezahlbarer Wohnraum, Eigentum oder Miete in den Dörfern.
Wer der jungen Generation den Kauf eigenen Eigentums ermöglichen möchte und bezahlbare Mieten in allen Bündner Tälern sicherstellen will, der legt am 22. Oktober eine Liste des Bündnisses aus Grünen, GLP und SP ein.
Marco Huwiler, Raumplaner & Immobilienentwickler, Grüsch

Marco Huwiler
09.10.23 - 12:09 Uhr
Leserbrief
Ort:
Grüsch
Zum Artikel:
https://www.suedostschweiz.ch/politik/rating-des-hauseigentuemerverband…
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Man kann nicht alles reglementieren. Es ist der Markt, der die Preise bestimmt und solange die Nachfrage grösser ist als das Angebot, steigen die Preise. Also muss die Nachfrage gesenkt werden und darum wählt man die SVP.