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Skyguide-Blackout

Was da gestern abging, ist unglaublich. Ein Hardware-Fehler im Skyguide-Netzwerk hat dazu geführt, dass Hunderte von Flugzeugen irgendwo, nur nicht in Zürich oder Genf, landen mussten. Tausende von Passagieren kamen nicht oder verspätet an ihren Destinationen an. Die Folgekosten, welche durch diese Situation entstanden sind, gehen in die Millionen.
Die Aufsicht über den Schweizerischen Luftraum obliegt dem Bund. Sie ist dem Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL übertragen und dieses hat die Luftverkehrsregelung an die Skyguide delegiert.
In der Luftfahrt ist Redundanz (doppelte Ausführung aller Sicherheitsrelevanten Systeme) Standard. Nur dort, wo der Verkehr aller redundanten Luftfahrzeuge geleitet wird, dort fehlt ein Backup-System. Das ist nicht nur fahrlässig, sondern in höchstem Masse peinlich. Die Zeche des gestrigen Desasters bezahlen aber nicht die Verursacher Skyguide, BAZL oder Bund.
Nein. die Airlines werden finanziell dafür gerade stehen müssen. Das sei halt das Risiko der Airlines, so die lapidare Aussage des BAZL-Direktors; derjenigen Behörde, die dafür verantwortlich wäre, dass genau so etwas nicht passiert. - Super. Beim Eiffelturm sind die grössten Nieten unten!

René Stierli
16.06.22 - 13:28 Uhr
Leserbrief
Ort:
Grüsch

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Ja, es ist ärgerlich. Aber eigentlich ist nichts passiert und es bestand keine Gefahr für die Passagiere. Und die Kosten bezahlt wenigstens nicht der Steuerzahler. Es besteht ja überall ein Restrisiko. Auch auf den Strassen gibt es Baustellen oder Unfälle und damit grössere Staus.
Weniger fliegen wäre auch sinnvoll.