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Biodiversität gestört durch Norwegische Waldkatzen

Seit Jahren haben wir ziemlich viele Mauereidechsen und Waldeidechsen. Auch Blindschleichen und Erdkröten. Manchmal sehe ich grosse, blaue Laufkäfer. Wir achten sehr auf Biodiversität, wir benützen keine Chemikalien, auch unsere Nachbarn nicht. Leider stören dieser wunderbare Natur seit einiger Zeit zwei Norwegische Waldkatzen. Die jagen wirklich schlimm nach allen kleineren Lebewesen. Plötzlich sind alle drei unserer Erdkröten verschwunden! Eine fand ich totgebissen. Immer wieder sehe ich eine der Waldkatzen mit einer Blindschleiche in dem Mund. Ich frage mich, warum ist es erlaubt, solche «Raubtiere» frei herumlaufen zu lassen und unsere wunderbare Natur mit den gefährdeten Arten zu dezimieren? Kein Jäger würde es zulassen, dass freilaufende Hunde Hirsche und Rehen jagen! Ich finde dieser enorme «Katzenkult» sehr gefährlich für die Natur, besonders für die gefährdeten Amphibien. Ich habe grundsätzlich nichts gegen normale Katzen. Die machen auch keinen Schaden, aber diese Norwegischen Waldkatzen sollten verboten werden.

Eva Zanetti
01.06.22 - 14:16 Uhr
Leserbrief
Ort:
Chur

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Was ist denn Natur? Auch Marder und Füchse fressen Echsen usw.. Die Natur besteht in der Tierwelt von Fressen und Gefressen werden.
Eine einzelne Rasse bei den Katzen zu verbieten schiesst wohl am Ziel vorbei! Viele freilaufende Katzen (und das ist wohl besser als Wohnungskatzen) jagen und fressen Vögel und mehr, aber auch diejenigen, die sie als normale Katzen bezeichnen. Sie meinen wohl die Europäische Hauskatze. Wir hatten 6 verschiedene reinrassige Katzen und alle haben gejagt - der Unterschied lag nur im Wirkungsradius und der Geschicklichkeit.

Leider dürfen sich Katzenhalter nahezu alles erlauben .  Marder , Fuchs und Greifvögel .. usw sind keine Haustiere auf Jagd ! Hunde verzweifeln auch in Gehege , besonderes Jagdhunde, und trotzdem darf man sie nicht frei laufen lassen , und frei Wild jagen .  Es wird immer wieder darauf hingewiesen, wie gefährdet unsere Natur ist , nur schon der  Vogel Bestand ist 30% zurück gegangen. Diese Waldkatzen müssen sich nicht von der Beute ernähren , sie jagen und töten instinktiv , meistens lassen sie die Beute liegen . Wir hatten trotz freilaufenden Hauskatzen noch nie dieses Problem wie jetzt . Mir persönlich liegen die kleine Lebewesen sehr am Herzen . Stellen sie sich vor würde ein Rotweiler Hund jeden Tag eines Ihren   Katzen töten …  sie würden ganz bestimmt dagegen etwas unternähmen . Und sie bekämen sogar Recht gegen den Hundehalter! Diese klein Tiere haben nicht viel Beschützer , und sind diesen Waldkatzen schutzlos, „Gesetzlos „ ausgeliefert! 

Tja, einerseits will man Natur total mit dem damit verbundenen Darwinismus aber bitte nur dort, wo es in die Ideologie passt. Wenn Katzen Amphibien fressen ist das ein No-Go. Wenn Reiher, Störche, Igel, Dachs, Fuchs und Marder usw. das gleiche tun ist es eben Natur. Ebenso wenn die geschützten Wölfe Rehe und Hirsche und deren Kitze reissen.

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