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Die Perversion der neuen Freiheit

Die Perversion der neuen Freiheit

Angesichts dessen, dass der Zugang zu Anlässen nach der Vorstellung des BAG vom Vorweisen eines Impfzertifikates abhängig gemacht werden soll, scheint es beruhigend, dass die Entscheidungshoheit über eine Impfung noch bei jedem Individuum selbst liegen dürfe. Eine solche Wahlfreiheit ist aber rein illusionär. Menschen funktionieren anders, nämlich über das Begehren. Jeder hat in seiner Situation und Lebenslage Begehren, zu denen die Teilnahme an bestimmten Anlässen wie Ausbildungen, Meetings oder Geschäftsreisen gehört, schlicht um seinen Beruf ausüben zu können bzw. um ihn nicht zu verlieren, oder schlicht um als soziales Wesen vom gemeinschaftlichen Leben nicht ausgeschlossen zu sein. Wer seine Lebensform aufrechterhalten will, wird sich über kurz oder lang dem Druck beugen und einen Impfschein besorgen müssen, um sich als ,ungefährlich` auszuweisen. Was aber ist der Preis dieser ,neuen Freiheit? Eine Covid-Impfung, wie die erste Phase des BAG vorsieht, steht nicht auf derselben Stufe wie die Empfehlung, jeden Tag ein Glas Milch zu trinken. Gerade als wissenschaftlich denkender Mensch sollte man nicht naiv an Heilversprechen glauben und gegenüber Wirkstoffen mit unverantwortlich kurzer Testphase und offenkundigen Nebenwirkungen eine gesunde Skepsis an den Tag legen. Weiter ist die zweite Phase, die Zutrittsbeschränkungen für Nicht-Geimpfte vorsieht, ein biopolitischer Skandal. Übersetzt heisst diese Politik, dass man den Eintritt in gewisse Zonen durch Modifikation des eigenen Körpers erkauft. Diese Modifikation ist eben nicht harmlos und deren Folgen noch völlig unabsehbar. Und es ist geradezu perfid, dies in ein Narrativ der Solidarität zu kleiden und jeden, der nicht zertifiziert ist, unter Generalverdacht zu stellen. Bislang war es üblich, Rayonverbote nur für Straftäter auszusprechen, aber die neue Logik ist konsequent: Weil die Unschuldsvermutung in dubio pro reo aufgehoben wurde (man muss nun umgekehrt seine ,Gesundheit` beweisen) ist jeder zum potentiellen Gefährder geworden. Und schlimmer noch: Durch die Impfzertifikate erhält man eine ,Freiheit` als Gnadengeschenk zurück, die einem ohnehin zustünde - nur jetzt unter veränderten Vorzeichen, dass man identifiziert, registriert und nachverfolgbar ist, zu welchem inskünftigen Zweck auch immer. Die ganze Struktur unter diesem neuen Freiheitsbegriff hat sich umgepolt zu einer Kontrollstruktur. Eine Rückkehr zur Normalität wird es nicht geben, weil der Boden der einstigen Normalität nicht mehr da ist.

Timon Georg Boehm
23. April 2021, 11:34:49
Leserbrief
Ort:
Maienfeld

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Die "Modifikation des eigenen Körpers" wie sie es beschreiben, besteht darin, ihn durch Täuschung (Impfung) dazu zu bringen, Abwehrstoffe gegen ein Virus zu produzieren, welches bis dato offiziell über 3 Millionen Menschen getötet hat. Dieser Wert könnte im schlimmsten Fall (ohne Mutationen) und ohne dauerhafte, mittlerweile bestens bekannte Gegen- und Verhaltensmassnahmen, global bei etwa 300 Millionen Toten zu liegen kommen. Langfristig würde jede überlebende Person zudem durch Ansteckung mit dem Virus (welche so sicher wäre wie das Amen in der Kirche) ebendiese exakt gleiche Modifikation erfahren - durch Bildung von Antikörpern sowie Memory-B- und T- Zellen für den mittel- bis langfristigen Schutz gegen das Virus.
Zudem gibt es kein "perfides
Narrativ der Solidarität", wie sie es beschreiben, denn die Logik sieht folgendermassen aus: Solange die berechtigte, grosse Gefahr besteht, mich bei einem Kontakt mit Menschen, insbesondere bei grösseren Ansammlungen, mit einem tödlichen oder stark gesundheitsgefährdenden Virus anzustecken, werde ich meiner gewohnten Freiheit beraubt (durch ein Virus und nicht durch konspirierende Menschen), sofern ich mich (und meine Mitmenschen!) ernsthaft vor dieser realen Gefahr beschützen will. Es tut mir Leid, aber ihre gesamte Argumentation gegen das Impfen (verkappt als "indirekten Impfzwang") ist zwar gut gemeint, aber komplett falsch gedacht.

Wenn man auf seine persönliche Freiheit, Unversehrtheit des eigenen Körpers, Eigenverantwortung etc. pocht, dann wäre es doch nur konsequent, wenn ein Massnahmengegner und Impfverweigerer im Falle einer Krankheit für die Kosten der Behandlung selber aufkommt. Das zum Teil berechtigte Gegenargument ist, dass man dies das Verursacherprinzip auch bei übermässigen Alkohol-, Tabakmissbrauch und Fettleibigkeit anwenden müsste, nur dass man dabei nicht anderen Menschen ansteckt. Ausserdem könnten sich die meisten eine solche Behandlung nicht leisten, und die Gemeinschaft müsste am Schluss dafür aufkommen. Das heisst liberal solange es für einem von Vorteil erscheint und Sozialstaat, wenn es schief geht. Ziemlich prätentiös!
Eine Herdenimmunität, die v.a. die Schwächsten schützt, kann ohne gross menschliche Opfer nur mit einer Impfung erreicht werden. Dazu müssten sich nach dem neusten Stand des Wissens 80% der Menschen impfen lassen. Zwar gibt es wie bei jeder medizinischer Behandlung Nebenwirkungen, aber diese stehen in keinem Verhältnis zum Risiko einer Nichtimpfung. Wenn wir die Herdenimmunität nicht erreichen, wird der jetzige Zustand einfach die Normalität bleiben.

Dann sagen Sie mir doch mal, wie viele Massnahmengegner und Impfverweigerer welche Kosten in der Schweiz verursacht haben?
Sicher weit weniger als der Schaden, welche dieses ganze Theater mit diesen überreagierenden, nicht mehr nachvollziehbaren Massnahmen verursacht wurde.

Es gibt genügend Beispiele, wo sich Personen trotz Impfungen und Masken angesteckt haben.
Auch muss man beachten, angesteckt bedeutet weder schwer krank noch tot.

Und wer kommt für die Kosten der Impfschäden auf, sofern man das mit Geld überhaupt aufrechnen kann? Auch die Allgemeinheit und nicht die Hersteller.
Und kommen Sie mir bitte nicht mit statistischer "Schönfärbung" von wegen Schaden - Nutzen Rechnung. Auch wenn nur 1 Person von 1000 schwere Nebenwirkungen bekommt oder gar stirbt, dumm, wenn gerade Sie oder ich diese 1 Person von 1000 sind. Das ist dann kein Trost, wenn bei den anderen 999 (noch) nichts passiert ist.

Man darf nicht vergessen, dass dies völlig neuartige Impfstoffe sind die vorher noch nie eingesetzt wurden und man somit keine Langzeiterfahrung damit hat.
Auch bei neuen Medikamenten müssen oft wegen schwerer Nebenwirkungen Rückrufe erfolgen. Warum sollte das bei Impfstoffen anders sein?

Dann darf man nicht vergessen, dass für manche Wirtschaftszweige diese vermeintliche Pandemie ein Bombengeschäft ist.
Und diese wollen die "Suppe" möglichst lange am Kochen halten.

Wollen wir tatsächlich die unverhältnismässigen Corona Restriktionen als dauerhafte Verhaltensregel akzeptieren!? Die jetzigen Zustände müssen eine Ausnahme sein, nicht die Regel. Während andere Länder wie die USA die Restriktionen aufheben, hält unser Bundesrat dieses traurige Fähnchen noch immer hoch. Wir müssen auf jeden Fall wieder zur Normalität, keine Masken keine Abstandsregel und kein versammlungs Verbot, zurückkehren. Ansonsten zerstören wir mutwillig die Zukunft unserer Kinder! Das darf nicht passieren! Es ist Bürgerpflicht am 13. ein deutliches Nein in die Urne zu legen.

Das haben Sie hervorragend auf den Punkt gebracht. Komplex und in einem Zeitablauf scheint meiner Meinung nach die grosse Masse der Menschen (auch der Studierten!) nicht denken zu können. Sie können dies auch nicht im Kontext Umweltzerstörung (Limits to Growth Veröffentlichung vor 50 Jahren) und schon gar nicht bei der Entwicklung von Maschinen und KI (Handeln per sofort für die Zukunft). Dies schreibt ein studierter Naturwissenschafter.

Herr Boehm spricht eine wichtige Frage an. Gemäss der Verfassung "sind vor dem Gesetz alle Menschen gleich". Zwischen Geimpften und Ungeimpften zu unterscheiden und den einen ihre Rechte zu verwehren, ist also verfassungswidrig. Nun hat der Bundesrat aber schon mindestens 20 Artikel willkürlich ausser Kraft gesetzt. Für das mehr als einjährige dilettantische Vorgehen des Bundesrates erwarte ich im Minimum eine Entschuldigung und eine Aufhebung aller illegalen Massnahmen oder noch besser einen Rücktritt aller sieben Akteure. Übrigens wurde inzwischen die Petition Frühling 2020 eingereicht. Diese fordert zu Recht, dass die Verfassung vor dem Epidemiengesetz kommt und dass eine unabhängige Kommission die Machenschaften unserer Regierung untersucht.
(Martin Hofer)

Herr Boehm
Sie schreiben: Ein Impfstoff mit unverantwortlich kurzer Testphase und offenkundigen Nebenwirkungen ...
Belegen Sie was Sie schreiben mit Fakten, sonst bleibt es Fake!
Bewiesen ist: Die Impfung brachte eine eindeutige Umkehr bezüglich Ansteckungen. Die Zahl der Hospitalisationen und Todesfälle bei den bisher geimpften (meistens Menschen über 70 j) ging dramatisch zurück. Und dies zum Preis eines kleinen Piek im Oberarm!
Nur Solidarität kann uns helfen vom Virus wegzukommen. Nicht individuelle "Freiheit" wie Sie sie verstehen!

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