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Leserbrief

Wölfe töten auch Menschen

Pius Wihler,
23. Dezember 2019, 10:59:52

Wiederum eine ganze Zeitungsseite, die den Wolf verharmlost. Der Autor Bruno Knellwolf schreibt darin manipulativ, dass im 20. Jahrhundert in Europa und Nordamerika kein einziger Mensch ums Leben gekommen sei, was falsch ist. Googeln Sie nach der Dokumentation vom Deutschen Bundestag über Wolfsangriffe. Darin steht: Nur schon in den Jahren 2000 bis 2018 wurden weltweit mindestens 130 Angriffe auf Menschen registriert, denen 355 Personen – darunter 31 Tote, mehrheitlich Kinder – zum Opfer fielen. Die Angriffe seien überwiegend räuberischer oder grundloser Natur gewesen. Tollwut nur ca. in 8 % der Fälle. Es ist offensichtlich die Absicht von Herrn Knellwolf, die Gefährlichkeit des Wolfes für Mensch und Tier zu verschleiern, damit das Referendum gegen das neue Jagdgesetz angenommen werden soll. Ich kann auch die Verkehrsunfälle verharmlosen und schreiben, dass es in unserer Quartierstrasse und den angrenzenden Strassen keinen Verkehrsunfall mit Todesopfer gegeben hat. Seriöser Journalismus geht anders. Es ist eine sehr grosse Dummheit, Wölfe in der Schweiz zu dulden. Ich sah kürzlich einen Film, wo sieben Wölfe innert 30 Sekunden zwei Hunde töten. Ist es rechtens, dass das Volk über Wölfe abstimmen kann, welche Menschen und Tiere brutal töten? Wir können ja auch nicht abstimmen, ob wir Terroristen in der Schweiz dulden wollen oder nicht. Es ist höchste Zeit, eine «Wolfsscham» zu entwickeln, um Mensch und Tier vor den unnötigen Wölfen zu schützen.

Zum Artikel: Der Wolf kommt vors Volk von Bruno Knellwolf vom 7.12.2019

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Ganz einfach Herr Wihler, diese Raubtiere gehören nicht ins Fehrienland Schweiz oder in das schöne Süd Tirol. Wenn andere Gegenden in Europa diese Raubtiere aufnehmen und akzeptieren, viel Glück damit.
Dieses Thema wurde diskutiert vor kurzer Zeit in der SO, mit gewissen Kommentatoren sich rechtfertigen mit : Einzelfällen, statistisch nicht schwerwiegend, auch wenn die Sprache war über den möglichen Tod eines Kindes. Mein Kind total nicht akzeptabel, das Kind eines Befürworter der jetzigen Situation, auch total nicht akzeptabel. So jetzt ist es Zeit Bär und Wolffrei zu werden.
Und Herr Wihler , lassen Sie sich nicht einschüchtern von Kommentatoren die Sie persönlich angreifen. Ich bin auch Abonnent einer großen ausländischen Zeitungen und solche negative, persönliche Angriffe sieht man nie. Ich denke.... warum ist das so.

Sie sind offensichtlich sehr schlecht informiert Herr Niggli, was Wölfe wirklich sind und glauben das, was im Schellenursli-Film, Tschungelbuch etc. für Märchen erzählt werden.
Schauen Sie sich den Film an, wo sechs Wölfe innert 30 Sekunden zwei Hunde brutal töten... da hat auch ein Mensch keine Chance zum Überleben... ein Kind erst recht nicht...

https://www.facebook.com/radoslawdominowski/videos/2464536053761816/Uzp…

In der Dokumentation «Wolfsangriffe in Europa, Russland, Asien und Nordamerika» vom 11. Mai 2018, einsehbar beim Deutschen Bundestag unter Link:
https://www.bundestag.de/resource/blob/563294/83068d6297590248dd89375af… ,
steht im Abschnitt Fazit (Abschnitt 2.3, ab Seite 6), bezogen auf Europa:
…. «Das heutige Risiko von Wolfsangriffen in Europa /Skandinavien (und auch Nordamerika) scheint sehr niedrig, da aktuelle Fälle sehr rar sind, obwohl die Zahl der Wölfe steigt. Aktuellen Schätzungen zufolge leben 10.000 – 20.000 Wölfe in Europa, 40.000 in Russland und 60.000 in Nordamerika. Trotz dieser hohen Zahlen konnten wir Berichte über lediglich vier Personen in Europa, vier in Russland und keine Personen in Nordamerika finden, die in den letzten 50 Jahren durch nicht-tollwütige Wölfe getötet wurden. Die entsprechenden Zahlen für Tollwut-basierte Übergriffe liegen bei fünf, mehr als vier, und null. Es wird deutlich, dass das Risiko, von einem Wolf angegriffen zu werden, unter den aktuellen Umständen sowohl in ganz Europa als auch in Nordamerika sehr, sehr gering ist» ….

Auch wenn das Risiko gering sein mag: ES IST EIN REALES RISIKO, VON WÖLFEN GETÖTET ZU WERDEN! Und dieses Risiko steigt täglich.

Im Freien zu übernachten und in Wald und Feld zu spielen ist mittlerweile zu gefährlich. Muss wirklich zuerst ein Kind sterben, bist die Verantwortlichen handeln? Was würde es nützen, wenn eine Versicherung oder der Staat den Verlust „vergüten“ würde (wie bei den tausenden von Nutztieren), das Kind aber tot ist? Und wenn es IHR Kind wäre, würden Sie immer noch bei Ihrer Meinung bleiben?
2010 wurde in Alaska eine 32 jährige Joggerin von Wölfen getötet. In Schweden wurde 2012 eine Tierpflegerin im Gehege von „zahmen“ Wölfen getötet, die sie aufgezogen hatte. In Amerika ebenfalls. In Griechenland 2017 eine Touristin. In Spanien zwischen 1957 bis 1974 fünf bis sieben Kinder. In drei Bundesstaaten in Indien zw. 1980 und 2000 wurden 274 Kinder von Wölfen getötet, die sogar in ihre Hütten eindrangen etc.

Ihre zitierten Zahlen zeigen sehr deutlich, dass der Wolf keinesfalls vom Aussterben bedroht ist.
Es war ein sehr grosser Fehler, die Berner Konvention zu unterzeichnen. Die Schweiz ist mit ihrer dichten Besiedelung nicht mit anderen Ländern zu vergleichen.
 

Geschätzter Bruno Knellwolf... Vor kurzem war wieder einmal über die Bären.-sowie Wolfsplage in unserem Nachbarsland Vinschgau.it zu lesen; es wurden etliche Schafe wie die Vorfälle auf der Fedaia Alm mit über 40 gerissenen Tiere und gleich bei uns über der Grenze in Taufers sowie in Ulten 12 gerissene Schafe und von ebenso vielen fehlt jede Spur. Es sei anzunehmen, dass es sich um Wölfe des Calanda Rudels handle, das bei uns in der Schweiz im Norden Graubündens angesiedelt ist. Diese Situation ist untragbar geworden und ich fühle mich auf eine Art mitschuldig.
Da muss endlich etwas geschehen, nachdem sich der Bär sogar den Menschen furchtlos genähert und verletzt hat. Ich denke, jetzt wird es ungemütlich und jetzt sollten auch die Politiker gefordert sein! Aber eventuell gibt es ein Umdenken bei unseren selbsternannten Bären.- und Wolfsschützern und übrigen Besserwissern, wenn tatsächlich Wanderer sowie Pilzsucher angegriffen werden. Dem Bären sowie auch der Wolf, der einmal Fleisch gefressen hat, dem macht auch Menschenfleisch keine Bauchschmerzen.

Ich erlaube mir als Münstertaler meine persönliche Meinung betreffend Wolf kundzutun. Das mit dem Bären, sowie auch das mit dem Wolf ist so eine Sache; praktisch alle finden diese Tiere schön und faszinierend, doch am Umgang mit diesen Alpenbewohner scheiden sich die Geister! Diese Raubtiere wandern, wie auch die Bären enorme Strecken und das hat zu den bekannten Problemen geführt. Bei uns in der Val Müstair, in unmittelbarer Nähe der italienischen Alpenregion sind schon verschiedene Bären und Wölfe aufgebrochen um Neues zu erkunden, um Jagt auf Schafherden zu machen, um Bienenstöcke oder Abfallkübel zu durchsuchen. Man sagt, die Bären seien scheu; schon gut und recht, aber wenn der Bär plötzlich mit meinem Boxerhund konfrontiert wird, dann wüsste ich nicht was zu tun wäre. In der heutigen Zeit Bären, Wölfe in dieser Bevölkerungsdichte auszusetzen, das finde ich ziemlich daneben. Da kann man nur hoffen, dass alles gut geht und dass man solchen Raubtieren nie begegnet! Die Raubtiere waren aus unseren Gebieten verschwunden, weil es schon dazumal keinen Platz gab. Den grössten Schaden bis heute haben die Bauern zu ertragen, deren Zorn und Ärger jedem normalen Menschen verständlich ist, wenn Raubtiere Schafe, Lämmer und Kälber reißen. In der Zwischenzeit ist die Bevölkerung gewachsen, die Umwelt hat sich verändert, die Landschaft mit Strassen und Bauten zugepflastert. Man mag dies bedauern, aber man kann das Rad der Zeit nicht zurückdrehen. Ein Nebeneinander von Bär und Mensch ist schlicht nicht möglich. Der Bär wie auch der Wolf haben nun mal keine natürlichen Jagdgründe mehr und daher kann eine Rückkehr unmöglich gefördert werden. Eventuell braucht es auch hier einen ganz schlimmen Unfall, bis die Leute wieder zur Vernunft kommen!
Der Wolf ist ein Hetzjäger und jagt nach Möglichkeit mit Rudelgefährten. Kleinere Beutetiere werden durch einen Biss in die Kehle getötet. Grössere Beute wird in der Regel zuerst an den Hinterläufen gepackt um sie lahm zu legen. Einmal gestellt, wird sie oft in die Nase gebissen und am Boden durch Bisse in die Kehle getötet. Sein Beutetierspektrum reicht von der Maus bis zum Pferd. Bevorzugt werden jedoch Schafherden.
Frage; habt Ihr schon mal die unsäglichen Schlachtfelder in unseren Nachbarbargemeinden im Vinschgau gesehen wo unzählige Schafe gerissen werden unter grauenhaften Qualen? Übrigens auch von den Calanda Wölfen!
Die Bilder gehen einem sehr nahe, die Bevölkerung ist geschockt. Die Schafe weideten auf einem eingezäunten Feld.
Ich habe die Bilder der gerissenen und jener Schafe, die notgeschlachtet werden mussten, gesehen, das geht einem sehr, sehr nahe.“
Der Wolfsriss wird wahnsinnige Auswirkungen für unsere Landwirte haben, und es ist absurd: Wir reden immer von der Freilandhaltung der Tiere, unsere Bauern sind jetzt aber gezwungen ihre Nutztiere einzusperren, damit sie geschützt sind.“
Ein Bauer; Ralf Högemann aus dem Vinschgau hat Angst um seine Rinderherde – und fürchtet um seine berufliche Existenz. Immer wieder reißen wohl Wölfe einzelne Tiere. Insgesamt 21 Rinder hat der Landwirt in diesem Jahr schon verloren. Von der Politik fühlt er sich allein gelassen.
Ralf Högemann schläft schlecht. Die Anspannung lässt sich von seinem Gesicht ablesen. Vor kurzem fand der Landwirt auf seinem 500 Hektar großen Gelände bei Treuenbrietzen, auf dem 600 Rinder leben, zwei tote Kälber. Sie wurden gerissen – von einem Wolf.
Es ist nicht das erste Mal, dass Högemann eine solche Entdeckung macht: Seit dem 9. März bis heute – darüber führt er akribisch Buch – sind insgesamt 21 Rinder durch ähnliche Vorfälle getötet worden, im April fand er das Fohlen seiner staatsprämierten Reitpony-Stute zerfleischt am Boden…

Zum Fall "Ralf Högermann aus Treuenbritzen (Deutschland)"

In der Quelle zum Fall, siehe:

https://www.maz-online.de/Lokales/Potsdam-Mittelmark/Treuenbrietzen/22-…

steht aber auch:

..... "„Betroffene Landwirte in Brandenburg können Hilfsangebote des Landes zum Schutz ihrer Tiere wahrnehmen“, sagt der Wolfsbeauftragte beim Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (LMUL). In einer Situation wie der von Ralf Högemann sei es wichtig, etwas an der Herdensicherung zu ändern.

„Mit einer Förderungsmaßnahme von bis zu 15 000 Euro ließen sich auf Herrn Högemanns Grundstück relativ einfach die Stromzäune zur Wolfsabwehr verstärken. Ein bis zwei Litzen mehr würden schon ausreichen.“ Die Wolfsbeauftragte kennt das Gelände des Treuenbrietzeners und war im September 2017 zu einem Präventionsgespräch vor Ort.".......

Herr Bass, ich meine, es ist doch alles eine Frage der Menge. Zu grosse Rudel von Wölfen bedeuten eine grössere Gefahr. Anderseits sind 600 Rinder auch nicht der Standard der schweiz .Landwirtschaft. Diese Herden müssten ja auch behirtet oder mit Hunden geschützt werden. Die Verluste werden ja auch vom Bund übernommen für die getöteten Tiere.
Zudem gibt es im Flachland ganz andere Gefahren - Wildschweine sind selten sichtbar, aber machen in der Landwirtschaft viel grössere Schäden. Die Jäger sind ja gar nicht in der Lage, die Tiere auf ein erträgliches Mass zu reduzieren!
Die Bedrohung durch andere Einwanderer finde ich ist für die Bevölkerung viel grösser und die Wahrscheinlichkeit verletzt oder ausgeraubt zu werden ist viel höher. Fazit: Grenzschutz verstärken!
FG A. Steinmann

Herr Bass
wollen sie die Füchse auch ausrotten, weil sie keinen Platz haben in unserer dicht besiedelten Schweiz. Es gibt wohl mehr Stadtfüchse, als auf dem Land. Wir hatten einen Hühnerhof, der an den Wald grenzte - und genau darum mussten die über hundert Hühner in der Nacht sicher im Hühnerhaus sein. Einmal wurde es vergessen, den Schieber nach unten zu lassen - und am Morgen sah es aus wie auf einem Schlachtfeld. Aber damals gab es noch keine Entschädigung vom Bund. Also ist man selber in der Pflicht und Obhut.

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