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Leserbrief

Windkraftanlagen

Hans Schnyder,
09. April 2019, 09:18:58

Sehr geehrter Herr Gemeindepräsident, lieber This

Dein Kommentar Richtplan-Windkraft in der 05. April finde ich sachlich, ohne Emotionen und korrekt. Politsch eben. Soweit so gut. Du bringst es im Schlusssatz aber mit der Frage «wo wird das beste Kosten-Nutzenverhältnis erreicht» auf den Punkt.

Die Linthebene ist ein typisches Schwachwindgebiet mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten in 125m Höhe um die 5.5 m/s. Bei solchen Windverhältnissen kann eine Windkraftanlage niemals wirtschaftlich betrieben werden. Die Verhältnisse in Bilten sind ähnlich wie bei der Vorzeigeanlage in Haldenstein. Diese hatte 2017 eine Auslastung von gerade mal 15.74%.

Wer sich mit den Fakten befasst und diese auch ernst nimmt, würde niemals in ein Projekt mit derartigen katastrophalen betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen investieren. Nur dank grosser Querfinanzierung mit Förderbeiträgen kann die Windkraftproduktion im Linthgebiet halbwegs kostendeckend betrieben werden. Der Preis ist zu hoch, die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Ertrag und zu den Einwirkungen auf Natur- und Landschaft.

Bald einmal wird der Landrat über diese Thematik diskutieren und einen Grundsatzentscheid fällen. Analysen im Vorfeld über das Stimmverhalten der Landräte zeigen, dass in diesem Geschäft wohl durchwegs parteipolitisch entschieden wird. So tief und nachhaltig in Landschaft, Natur und Umwelt eingreifende Projekte sind aber sachlich und umfassend abzuwägen. Parteiideologische Grundsätze haben da keinen Platz! Zuviele Menschen würden direkt und nachhaltig betroffen. Auch Leute aus unserem Nachbarkanton!

Bilten nimmt uns das Abwasser ab – mit den Geruchsimmissionen. Bilten nimmt uns den Kehricht ab und produziert daraus nebenbei viel Strom und Wärme. Es reicht!

Hans Schnyder, Netstal

Zum Artikel: Kommentar Richtplan-Windkraft in der 05. April

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