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Die Demokratie im Prättigau ist tot

Die Demokratie im Prättigau ist tot

Ganze 28 Personen verirrten sich am 20. Oktober an die Gemeindeversammlung der Gemeinde Küblis. Das sind bei 701 Schweizer Bürgern mickrige 4 Prozent der Stimmbürger. Es scheint, als hätte sich die Demokratie in Küblis totgelaufen. Die Einwohner von Küblis sind offenbar so demokratiemüde, dass sie es schlicht nicht interessiert, wer als Gemeindepräsident die Geschicke der Gemeinde führt. Nicht nur in Küblis, wie auch das jüngste Beispiel der Wahlen ohne Auswahl in Schiers gezeigt hat. Im Prättigau muss sich etwas ändern. Wie sonst können wir die Bürger wieder für unsere Demokratie begeistern, damit Sie diese mitleben und mitprägen wollen? Das Tal braucht dringend eine frische und fortschrittliche, im richtigen Moment aber auch eine mutige Politik. Wir sollten über weitere Gemeindefusionen sprechen, als grosses Ziel eine Einheitsgemeinde im gesamten Prättigau anstreben. Die Politiker dürfen sich nicht zieren, genau solch schwierige Themen anzupacken. Nicht zuletzt muss sich die Politik aber auch selber reformieren. Dazu gehört beispielsweise auch eine Verkleinerung des Grossen Rats auf 90 Mitglieder.

Luzi Stadler
27. Oktober 2017, 08:29:42
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