×

Mit dem neuen 6er-«Porsche» auf das Brüggerhorn

Heute wurde in Arosa die erste 6er-Sesselbahn in Betrieb genommen. Sie soll die Gäste komfortabel auf das 2'444 Meter hohe Brüggerhorn transportieren.

Jürg
Huber
Samstag, 21. Dezember 2019, 15:59 Uhr Neue Sesselbahn eingeweiht
Lorenzo Schmid und Roland Bartholet weihen die neue Sesselbahn ein.
AROSA BERGBAHNEN AG

Wenige Tage vor Weihnachten hat sich das Schneesportgebiet Arosa Lenzerheide selbst ein Geschenk gemacht. Seit Samstag, dem 21. Dezember, ist ihre neue und erste 6er-Sesselbahn in Betrieb. Die neue Attraktion bringt die Besucherinnen und Besucher künftig mit 42 bequemen 6-er Sesseln im Porsche by Porsche Design vom Seilbahnhersteller Bartholet AG auf das 2'444 Meter hohe Brüggerhorn. Somit ersetzt sie die alte 2er-Sesselbahn der Bergbahnen, die fast ein halbes Jahrhundert Wintersport-Geschichte in Arosa erlebte. 

In 5 Minuten am Ziel

Die Fahrt auf das Brüggerhorn dauert nicht mehr zwölf, sondern nur noch knapp fünf Minuten und erschliesst einer der schönsten Pisten Arosas: Zum Beispiel die Panoramapiste «Leichte Maran» oder die schwarze Piste 12 «Diamond Slope», welche demnächst einer Erweiterung der Schneeanlage bevor steht. Die Sesselbahn hinterlegt eine Strecke von 1'337 Metern und ist zudem auf Nachtfahrtauglichkeit ausgerüstet. Ein Sommerbetrieb ist nicht geplant. Neben der neuen Sesselbahn wurde auch das Annex-Gebäude bei der Talstation neugebaut. Die Gesamtkosten betrugen rund acht Millionen Franken. 

Obwohl Ende Mai auf dem Brüggerhorn noch zwei Meter Schnee lagen, kam man mit den Bauarbeiten schnell voran. Dies hatte man den zeitweise heissen Juni- und Juli-Tage zu verdanken, die den Schnee am Sonnenhang Brüggerhorn rasch schmelzen liessen. Der Bau der Anlage war somit bis Mitte August 2019 abgeschlossen. 

Ehre für «Lolo»

Eine besondere Ehrung wurde Lorenzo Schmid erteilt. Für sein 30-jähriges Wirken im Verwaltungsrat der Arosa Bergbahnen AG, wurde dem ehemaligen Chur, Arosa und ZSC-Spieler sowie Nati-Captain, den 11. und letzten Seilbahn-Masten mit einem Nummernschild im Retro-Trikot des EHC Arosa mit der Nummer 11 vor der Einfahrt in die Bergstation gewidmet. 

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Ich finde Arosa vorgestrig (nicht nur wegen seinem "Bärengraben", den es in Bern seit gefühlten über 100 Jahren gibt).
Nun statt in schnellen 12 Minuten in Highspeed "unter 5 Minuten" aufs Brüggerhorn?
Bitte tun Sie etwas gegen den Geschwindigkeitswahn.
https://www.suedostschweiz.ch/polizeimeldungen/2019-11-17/skifahrer-pra…
Zukunftsträchtigkeit, das Zauberwort heisst:
ENTSCHLEUNIGUNG, Konsumstreik (Professor Nordborg, Rapperswil):
https://www.bluewin.ch/de/news/wissen-technik/schweizer-professor-warnt…
https://nordborg.ch/2019/02/08/sein-oder-nichtsein/

Die SO nennt es launig einen «Porsche» aufs 2444 Meter-über-Meer Brüggerhorn.
Ich nenne es zu wenig reflektiert (ich sage Ja, aber, während der "reflektierende Ernst Wyrsch" Ja, und, favorisiert, Opportunismus finde ich falsch).
SO schreibt:
«Die Fahrt auf das Brüggerhorn dauert nicht mehr zwölf, sondern nur noch knapp fünf Minuten.»,
das wird uns hier verkauft als Vorteil.
Wer denkt an die Gesundheit (im grössten Kanton der Schweiz, der seit mindestens fünf Jahren offiziell seinen Gesundheitstourismus propagiert, während aber kürzlich in der Zeitung stand, der habe quasi noch immer keine Inhalte)?
https://www.zeit.de/1984/05/hoehenkrankheit-schon-bei-1600-metern-moegl…
https://de.wikipedia.org/wiki/Barotrauma
Fazit: Ich bin für langsamere Seilbahnen/Sessellifte.
Das Dogma Höher-schneller-weiter finde ich unweise (unreflektiert, Herr Wyrsch).
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2018-02-03/wyrsch-superstar
https://www.suedostschweiz.ch/aus-dem-leben/2019-12-22/ja-und-eine-refl…