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Optimistische Aussichten für die Oberengadiner Tourismusorganisation

Nach dem guten Kalenderjahr 2022 können sich die Aktionäre der Engadin St. Moritz Tourismus AG auf eine rosige Zukunft einstellen. Das Ziel ist, eine Dreiviertel-Jahresdestination zu werden.

Südostschweiz
26.04.23 - 17:38 Uhr
Tourismus
Bald zwei Organisationen: Ab 2024 gibt es die Engadin Tourismus AG und die St. Moritz Tourismus AG.
Bald zwei Organisationen: Ab 2024 gibt es die Engadin Tourismus AG und die St. Moritz Tourismus AG.
Bild Engadiner Post

Die Tourismusorganisation Engadin St. Moritz Tourismus AG (ESTM) blickt auf ein erfreuliches Jahr zurück. Allein die 90’000 Logiernächte im vergangenen Dezember stellen für das Engadin und St. Moritz ein Rekordergebnis dar. Im Jahr 2022 verzeichneten die Hotels über 1,7 Millionen Logiernächte. «Dies ist das beste Ergebnis seit 2010 und bedeutet eine Steigerung von 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr», heisst es in einer Medienmitteilung. Fast zwei Drittel der Gäste reisten aus der Schweiz ins Engadin, Deutschland erreicht einen Anteil von 13,1 Prozent, die USA von 3,9 Prozent und Italien von 3,5 Prozent.

Im Rahmen der ordentlichen Generalversammlung vom Dienstag haben die Aktionäre sämtlichen Anträgen des Verwaltungsrates zugestimmt und den Geschäftsbericht sowie die Jahresrechnung genehmigt. Der Jahresgewinn von 51’199 Franken wird wie beantragt dem Eigenkapital zugewiesen. Weiter hat die Generalversammlung den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung entlastet.

Neuer Verwaltungsrat

Thema an der Generalversammlung war auch die künftige Organisation der Tourismusorganisation. Als Folge des Ausscheidens der Gemeinde St. Moritz aus dem bisherigen Aktionariat hat die ausserordentliche Generalversammlung Anfang dieses Jahres das Aktienkapital und die Statuten der Tourismusorganisation angepasst (Ausgabe vom 11. Januar). Zudem wurde der Firmenname auf Engadin Tourismus AG geändert und ein neuer, auf sechs Personen erweiterter Verwaltungsrat gewählt. Neu im Gremium sind Andrea Belliger, Spezialistin für digitale Transformation und Prorektorin der Pädagogischen Hochschule Luzern, Bettina Bülte, Beraterin im Tourismusbereich, Martin Barth, Gründer und CEO des World Tourism Forum Lucerne, Richard Plattner, Vizepräsident des Gemeindevorstandes Pontresina, Reto Wilhelm, Managing Director der Kommunikationsagentur Panta Rhei PR AG. Präsident bleibt Kurt Bobst.

«Damit ist die Engadin Tourismus AG bestens aufgestellt, um weiterhin flexibel auf neue Herausforderungen, die auf die Tourismusregionen zukommen, zu reagieren und, gemeinsam mit den Leistungspartnern, die Destination erfolgreich in die Zukunft zu führen», heisst es in der Medienmitteilung.

Noch digitaler werden

Ein Schwerpunkt für die touristische Weiterentwicklung im Tal heisst Digital Customer Journey. Damit soll die digitale Transformation der Region vorangetrieben werden. Ein weiteres Ziel ist, eine Dreiviertel-Jahresdestination zu werden. «Mit neuen und innovativen Angeboten sollen die Sommer- und Wintersaisons verlängert werden», schreibt die Tourismusorganisation. So sollen kulturelle Highlights geschaffen werden, die wetterunabhängig funktionieren, und zudem soll der goldene Herbst vermehrt in den Mittelpunkt gestellt werden. (fh)

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