Gotschnabahn-Ausfall forderte alle
Rasch musste also ein Plan B ausgearbeitet werden. So wurde die Parsennbahn in Davos samstags und sonntags bereits um 7 Uhr in Betrieb genommen. Gäste aus Klosters wurden einerseits mit der halbstündlich verkehrenden RhB ins Landwassertal transportiert; andererseits organisierten die Davos Klosters Bergbahnen auch noch Shuttlebusse. «Mit je einem Bus des Verkehrsbetriebs Davos und der Kessler Betriebe konnten wir geschätzt nach und nach 1500 Personen nach Davos transportieren», sagt Klaus May, Bereichsleiter Bahnen und Infrastruktur, auf Anfrage dieser Zeitung. Man wollte möglichst verhindern, dass alle Klosterser Bergbahngäste mit dem Auto nach Davos hochfahren. «Die Leute zeigten Verständnis für die Situation», betont May. Zumindest der Rücktransport sei kein Problem gewesen, da die Talabfahrt nach Klosters noch immer offen ist und die Leute somit per Ski ins Prättigau fahren konnten. Zur besseren Information wurden sowohl auf dem Klosterser Bahnhofplatz als auch bei der Talstation Informationspersonal eingesetzt, und auch die RhB machte mittels Zugsdurchsagen ihre Fahrgäste auf die besondere Situation aufmerksam. «Wenn alle helfen und mitmachen, kann man viel erreichen», freut sich der Bereichsleiter. So gehe sein Dank auch an die Bergbahnmitarbeitenden, die ebenfalls alle via Parsenn ins Skigebiet gebracht werden mussten. Und auch der Warentransport fürs ganze Skigebiet erfolge derzeit via die Standseilbahn.
Am Sonntagabend war schliesslich klar, dass der technische Defekt an der Gotschnabahn nicht so schnell gelöst werden könne. «Wir sind daran, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Sachverständigen die Ursache das Schadens genau zu analysieren», erklärt May die aktuelle Situation. Diese Woche bleibe die Bahn daher noch geschlossen. Gotschna-Gäste werden gebeten, mit der RhB nach Davos zu fahren. Wie May betont, sind aufgrund des Defekts keine Personen zu Schaden gekommen.
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