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Veranstalter des Kerenzerbergrennens melden einen neuen Zuschauerrekord

Definitiv ist es noch nicht. Aber offenbar spricht viel dafür, dass am Kerenzerbergrennen am Sonntag ein neuer Zuschauerrekord erzielt wurde. Trotzdem findet das nächste Rennen frühestens 2027 statt.

Marco
Häusler
17.06.24 - 16:36 Uhr
Glarus
Grosses Interesse: Für den Sonntag vermelden die Veranstaltenden des Kerenzerbergrennens einen neuen Zuschauerrekord.
Grosses Interesse: Für den Sonntag vermelden die Veranstaltenden des Kerenzerbergrennens einen neuen Zuschauerrekord.
Bild sasi Subramaniam
In einer Medienmitteilung blicken die Veranstaltenden des Kerenzerbergrennens auf den Anlass zurück, der am Samstag und Sonntag erfolgreich durchgeführt worden sei: «Mit 220 Autos und 50 Motorrädern knüpft das volle Starterfeld an die Vorjahre an», schreibt die Medienverantwortliche des Organisationskomitees (OK), Corina Freuler. Für einen neuen Zuschauerrekord am Sonntag sprächen die vollen Zuschauerzonen an der Rennstrecke oder beim Start bei der «Waid» in Mollis. «Die genauen Zahlen sind aber noch nicht bekannt», erklärt Corina Freuler auf Nachfrage. «Die verkauften Eintritte müssen noch ausgezählt und abgerechnet werden.» Beim OK gehe man davon aus, dass am Samstag insgesamt 2000 Besucherinnen und Besucher gekommen seien, am Sonntag rund 6000.

«So viele Zuschauer gab es das letzte Mal in den 1960er-Jahren, als das Kerenzerbergrennen seine Geburtsstunde hatte», wird OK-Vizepräsident Franz Leupi in der Mitteilung zitiert. Er habe seit dem ersten Kerenzerbergrennen keine Durchführung verpasst.

«Spektakuläres Showprogramm»

Der Anlass vom Wochenende stand wie alle in der jüngeren Vergangenheit im Zeichen der Nostalgie und des Motorsports. Das Wetterglück liess allerdings bis Samstagmittag auf sich warten. «Danach waren es perfekte Bedingungen und diese lockten vor allem am Sonntag viele begeisterte Motorsport- und Oldtimerfans an die Rennstrecke», heisst es dazu.

Als Publikumslieblinge hätten sich das «spektakuläre Showprogramm mit dem APE-Dreirad Rossati» oder auch «die schnellste Badewanne der Welt» erwiesen. Das ganze Starterfeld setzte sich aus Vorkriegs-Modellen, Motorrädern, Tourenwagen oder Formel-Fahrzeugen zusammen. Es waren selbst Fahrzeuge am Start, die bereits bei den ersten offiziellen Durchführungen zu sehen waren. Als «besonderes Highlight für einige Zuschauerinnen und Zuschauer» werden die Taxifahrten gewertet, die in einem Hochleistungs-Elektroauto gebucht werden konnten.

Das Fazit sei durchwegs positiv

In der Mitteilung wird auch OK-Präsident Peter Rufibach zitiert: «Die Rückmeldungen der Teilnehmenden und des Publikums waren durch das Band sehr positiv.» Hinter dem Grossanlass, der während einem Jahr geplant und organisiert werde, steckten unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden. «Ich bin sehr stolz und glücklich, dass das Rennwochenende reibungslos und vor allem auch ohne grössere Zwischenfälle über die Bühne gegangen ist», hält Rufibach weiter fest.

«Während des ganzen Wochenendes gab es zwei Blechschäden und einen Motorenschaden.»

Corina Freuler, Medienverantwortliche Organisationskomitee

Und die Medienverantwortliche des OKs ergänzt auf Nachfrage: «Während des ganzen Wochenendes gab es zwei Blechschäden und einen Motorenschaden, der zu einer erheblichen Rauchentwicklung geführt hat.» Dabei wurde laut Corina Freuler keiner der Fahrerinnen und Fahrer verletzt, und weder das Streckenpersonal noch die Zuschauerinnen und Zuschauer in einen Unfall verwickelt. «Der Rennbetrieb konnte nach einem kurzen Unterbruch jeweils direkt wieder aufgenommen werden.» Zur Höhe der Schäden an den Fahrzeugen könne sie nichts sagen, führte Corina Freuler weiter aus.

Im Motorsport könne es immer zu selbst verschuldeten Vorkommnissen kommen. Dessen seien sich auch alle Teilnehmenden bewusst. Doch für einen möglichst unfallfreien Ablauf seien die bestmöglichen Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden: «Zum Beispiel wird freiwilliges Streckenpersonal an einem obligatorischen Kurs vor der Veranstaltung durch die Rennleitung seriös geschult.»

Nächstes Rennen frühestens 2027

Auch Franz Leupi zeigt sich zufrieden: «Unser fahrendes Museum, welches wir wiederum an den ‹Chirezer› gebracht haben, hat meine Erwartungen erfüllt und sogar übertroffen.»

Den Zweijahresrhythmus werde das OK für die nächste Austragung aber nicht beibehalten, teilt es mit. Die Region werde 2025 «veranstaltungstechnisch bereits stark gefordert», heisst es mit Blick auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest, das dann in Mollis ausgetragen wird. «Somit wird die Durchführung des Kerenzerbergrennens 2026 ausgesetzt und frühstens im Jahr 2027 in den Veranstaltungs-kalender aufgenommen.

www.kerenzerbergrennen.ch

Marco Häusler ist Dienstchef der Zeitungsredaktion «Glarner Nachrichten». Er absolvierte den zweijährigen Lehrgang an der St. Galler Schule für Journalismus und arbeitete bei der ehemaligen Schweizerischen Teletext AG und beim «Zürcher Unterländer», bevor er im Februar 2011 zu Somedia stiess. Mehr Infos

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