×

Zwei Jungwölfe wurden bereits erlegt

Der Kanton will das Wolfsrudel rund um den Beverin regulieren, indem er vier Jungwölfe schiesst. Die Massnahme wurde am Freitag bekannt und ist mittlerweile bereits zur Hälfte umgesetzt: Zwei Jungwölfe wurden erlegt.

Südostschweiz
Donnerstag, 10. Oktober 2019, 09:27 Uhr Beverin-Rudel
Das elfköpfige Beverin-Wolfsrudel soll insgsesamt um vier Jungwölfe reduziert werden.
ARCHIV / PIUS FURGER

Am vergangenen Wochenende schoss die Wildhut zwei Jungwölfe des Beverin Rudels, wie das Amt für Jagd und Fischerei mitteilt. Der Abschuss erfolgte also nur wenige Stunden, nachdem bekannt wurde, dass der Bund dem Kanton Graubünden die Bewilligung dafür erteilte. Geschossen werden sollen insgesamt vier der Jungtiere rund um den Piz Beverin. Das Elternpaar wird geschont.

Die zwei geschossenen Tiere werden nun im Tierspital der Universität Bern untersucht und an der Universität Lausanne genetisch identifiziert. Wo genau die Wölfe erlegt wurden, ist nicht bekannt. Solange der Vollzug der Abschüsse andauert, werden keine weiteren Details zu Ort und Zeit der Aktionen bekannt gegeben, wie es in der Mitteilung vom Kanton weiter heisst.

Die restlichen zwei Tiere müssen bis zum 31. März 2020 geschossen werden. Gegen den Beschluss des Bundes können Umweltschutzorganisationen innerhalb von 30 Tagen seit der Publikation Beschwerde einlegen.  

Die Tiere dürfen geschossen werden, da ihre Schafrisse die Bestimmungen des Bundes erfüllen. Mit 15 Rissen aus Ziegenherden, die durch Herdenschutzmassnahmen geschützt waren, legt das Beverin-Rudel ein Verhalten an den Tag, das gemäss der Bündner Jagdverwaltung als problematisch klassifiziert werden muss. In diesem und im vergangenen Jahr haben die Elterntiere insgesamt rund 100 ungeschützte Schafe gerissen. Nun hat das Rudel begonnen, Tiere zu reissen, die durch Herdenschutzmassnahmen geschützt waren. (rac)

Weshalb die Jungtiere und nicht die Eltern geschossen werden und alle weiteren Informationen zum Beschluss:

Euer Foto auf unserem Portal

Habt Ihr etwas gesehen oder gehört? Als Leserreporter könnt Ihr uns Bilder, Videos oder Inputs ganz einfach per WhatsApp an die Nummer 079 431 96 03 senden.

- Die Nummer 079 431 96 03 in den Kontakten speichern.
- Bild als Nachricht senden oder hier klicken und eine neue WhatsApp-Nachricht* öffnet sich automatisch.

*WhatsApp muss auf Handy installiert sein.

Kommentar schreiben

Kommentar senden

Es ist schon ein bedenkliches Verhalten um nicht zu sagen eine Frechheit des Kantons. Vor Ablauf der Einsprachefrist werden schon Fakten geschaffen. Was wenn erfolgreich Einsprache erhoben wird? Der Kanton, der eigentlich dafür verantwortlich sein sollte, dass Gesetze eingehalten werden, verstösst mit seinem Verhalten gegen Verfahrensnormen. Solange eine Einsprachefrist läuft, dürfen keine Handlungen vorgenommen werden. Hat der Kanton evtl. Angst, dass eine Einsprache zum Erfolg führen würde, und hat er darum Fakten geschaffen? Es wäre angebracht, wenn der Kanton sein Verhalten öffentlich darlegt.

Diesen hirnlosen Behörden ohne Sinn und Verstand werden zu allem Übel noch enorme Geldsummen in den Hintern gestopft. Sie würden entlassen werden resp. wären gar nie angestellt worden in einer Gesellschaft, welche nicht komplett von der Rolle wäre wie diese grössenwahnsinnige fleischfressende Tierverachter-Gesellschaft.

Echt das Allerletzte. Dafür aber dann einen Safari-Urlaub buchen, weil in der Heimat alles abgeknallt wird. Und immer diese Ausreden von all den Viehbauern. Für alle, die keinen Herdenschutzhund möchten, es gibt noch andere Möglichkeiten, wenn man wirklich möchte....all überall funktioniert es, nur in der Schweiz, resp. in Europa nicht!! Komisch.... "HERDENSCHUTZ MIT LAMAS UND ALPAKAS

Lamas und Alpakas sind eine domestizierte Form der Neuweltkameliden. Wegen ihrer angeborenen Abneigung gegen alle Hundeartigen werden sie vor allem in den USA, Kanada, Australien und zum Teil in England erfolgreich im Herdenschutz eingesetzt. Sie schützen ihre Herde vor Kojoten, Dingos, wildernden Hunden, Luchsen und anderen Caniden.
In der Schweiz wurden bisher Lamas punktuell gegen den Luchs eingesetzt. Inwieweit sie Schutz gegen einzelne Wölfe bieten können, wird seit 2012 im Pilotprojekt „Herdenschutz mit Lamas“ erforscht." Kann man nachlesen, wenn man den Wolf endlich mal in Ruhe lassen würde.....Man muss sich als Schweizer schämen....was für eine jämmerliche, zerstörende Regierung wir haben. Schämt Euch, aber es kommt alles zurück. Nennt sich "Karma"

Alle Kommentare anzeigen