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Graubünden darf vier Wölfe des Beverin-Rudels schiessen

Das Wolfsrudel am Piz Beverin soll verkleinert werden. Der Bund hat dem Kanton Graubünden die Bewilligung erteilt, vier Tiere des Rudels zu schiessen.

Südostschweiz
Freitag, 04. Oktober 2019, 09:11 Uhr Bewilligung des Bundes
Jungwölfe Wolf Calanda Calandarudel
Vier Jungtiere des Beverin-Rudels dürfen bis Ende März 2020 abgeschossen werden.
Amt für Jagd und Fischerei/Claudio Spadin

Das Wolfsrudel, das im Gebiet des Piz Beverin lebt, wird dezimiert. Konkret heisst das: der Kanton Graubünden hat vom Bundesamt für Umwelt die Bewilligung zum Abschuss von vier Tieren aus dem Rudel erhalten. Geschossen werden sollen vier der Jungtiere, das Elternpaar wird geschont, wie der Verfügung des Kantons zu entnehmen ist. Die Abschüsse müssen zum 31. März 2020 erfolgen.

Gegen den Beschluss können Umweltschutzorganisationen innerhalb von 30 Tagen seit der Publikation Beschwerde einlegen. Die Gruppe Wolf Schweiz hat in einer Stellungnahme erklärt, von ihrer Seite werde es keine Beschwerde geben. Man bedauere zwar den Entscheid, «erachtet die Regulierung aber als rechtmässig und akzeptiert diese.» Die dafür notwendigen Risszahlen in geschützten Herden seien erreicht.

Die Gruppe Wolf Schweiz schreibt aber auch, dass sie nicht glaube, dass die vier Abschüsse dazu beitragen würden, dass Nutztiere im Gebiet besser geschützt seien. «Ein starker, gut ausgebauter Herdenschutz bleibt alternativlos zum Schutz von Schafen und Ziegen», heisst es in der Stellungnahme weiter. Die aktuellen Vorgaben des Bundes für den Herdenschutz seien aber ohnehin viel zu schwach und führten fast zwingend dazu, dass die Wölfe diese überwinden könnten.

«Eine bessere Herdenschutzrichtlinie würde nicht nur den Wolf, sondern auch die betroffenen Schaf- und Ziegenhalter entlasten, da die heutigen minimalen Herdenschutzmassnahmen oft nicht ausreichend sind und die resultierenden Schäden viel Frustration auslösen und den Herdenschutz als solches infrage stellen», spart die Gruppe Wolf nicht mit Kritik.

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Wolf Schweiz sollten überlegen sich besser aufzulösen !

Eine große Schande für die Schweiz, die gerade wegen ihrer Natur und Vielfalt jährlich unnengen Gelder durch den Tourismus macht!
Gerade auch Wolfsgebiete ziehen viele Touristen an, die zudem sicher uch bereit wären für den Wolfschutz "Gelder zu spenden", wo die Schweiz offenbar so hilflos ist, einen wirksamen Herdenschutz zu stellen??
Weiter sollte gerade die Schweiz mal jährliche Zahlen ggü stellen, wie viele tatsächliche Verluste von Weidetieren es gibt, auch schon da, wo es noch keine anwesenden Wölfe gab, wie steht es um die Verluste von Weidetieren heute, mit anwesenden Wölfen, wie viele Verluste verursachen Wölfe und wie viele Verluste von Weidetieren würde ein guter Herdenschutz tatsächlich verhindern, auch die Verluste mit denen Wölfe nix zu tun haben, die zurück zu führen sind auf fehlenden Herdenschutz, gar Bequemlichkeit der Weidetierhalter, wodurch etliche Herdentiere jämmerlich verenden, abstürzen, vergessen werden ... hinzu bitte auch auflisten, wie viele Nutztiere aus Versehen, durch Verwechslung ... von Hobby/Jägern ... getötet werden, kann es nicht sogar sein, dass allein die Zahl der Verluste durch Hobby/Jäger, die Zahl der Wolfsrisse (wie deutlich?) übersteigt? Diese jedoch nicht sonderlich publik gemacht werden?! (Eine Wetter erscheint hier sehr lohnend)

Es ist erwiesen, dass Abschüsse von Wölfen keine Nutztierrisse vermeiden, eher sogar das Gegenteil!
Einzig ein guter Herdenschutz, mit Herdenschutzhunden schützt und hilft Risse zu vermeiden!
Wie schaut es denn aus mit einem Wiederaufleben lassen des Berufs des Hirten, neben den weiteren Herdenschutzmaßnahmen!??

Es gibt so viele Möglichkeiten, aber nein, es gibt einige, sehr lobbystärke Wolfsgegner, die schon bevor Wölfe da sind, darauf fiebern Wölfe zu töten :(
Das sind weitere Schanden menschlichen Versagens!

Wölfe sind eine streng geschützte Arte
""AUCH IN DER SCHWEIZ""!
zudem für die Natur und Artenvielfalt dringen notwendig zu erhalten! Die Wölfe die jetzt geschossen werden sollen, würden bald abwandern und sich dort ansiedeln, wo es bisher noch keine Wölfe gibt! Diesen Nutzen für die betreffenden Gebiete droht die Schweiz nun zu verhindern, zu töten!
ALLE NATURSCHUTZVERBÄNDE MÜSSEN DIESE TÖTUNG GEMEINSAM VERHINDERN (dazu gibt es diese Vereine ...)!!

Die vom Bund sollten mal einen Monat nach Canada gehen dort Leben Wölfe mit den Menschen und die Menschen mit den Wölfen ganz normal nur bei uns in der Schweiz geht das nicht das ist eine Schande für die Schweiz. Warum können wir in der Schweiz nicht ein fach mal die Wölfe und die Bären in die Ruhe lasen und ein fach mal mit den zu samen leben. Ich bin sehr sauer das Wolf Schweiz nicht da gegen macht aber habt Sache sie heissen Wolf Schweiz aber helfen in solchen Sachen am Bund und nicht an den Wölfe. Aus diesem Grund bin ich für vier Pfoten die reden nicht nur die handelt auch. Sorry das ich das sage aber es ist leider so.

Typisch Bund was sonnst solche Leute wo keine Ahnung haben, viel hören und noch nie vor Ort waren geben einfach vier Junge Wölfe zum Abschuss frei. Wo nimmt Ihr Euch das Recht raus über leben und Tot zu entscheiden? der erste schritt zum Ausrotten wäre somit wieder gemacht und Wolf Schweiz schämt Ihr Euch nicht ? So grossartig schreibt Ihr wie Ihr hinter dem Wolf steht ja man sieht es jetzt, ich hoffe dass Pro Natura was macht

An alle schiesswütigen Jäger und Wolfhasser! Schämt euch! Bitte lesen Sie Bücher wie „die Weisheit der Wölfe „ von Elli H.Radinger oder „das Lied der Natur „ von Hèlene Grimaud“, ! Der Wolf ist sehr wichtig zur Erhaltung der Artenvielfalt etc. ! Die beiden Bücher offenbaren verblüffende und bisher unbekannte Erkenntnisse über das Leben von Wölfen und zeigt: Wölfe wären wohl
die besseren Menschen ! Kein Tier ist dem Menschen in seinem Sozialverhalten so ähnlich wie der Wolf!

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