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Origen gewinnt: Der Wakkerpreis liebt Graubünden

Der 45. Wakkerpreis kommt zum sechsten Mal nach Graubünden: Die 2006 gegründete Stiftung Nova Fundaziun Origen und ihr Kulturfestival Origen in Riom gewinnt die nationale Auszeichnung.

Philipp
Wyss
Dienstag, 09. Januar 2018, 15:22 Uhr Nova Fundaziun Origen

Der Wakkerpreis in Graubünden:

  • 2018 Stiftung Nova Fundaziun Origen
  • 2015 Bergell
  • 2010 Fläsch
  • 1998 Vrin
  • 1995 Splügen
  • 1975 Guarda

Im Jahr 1975, drei Jahre nach seiner ersten Vergabe, fand der Wakkerpreis den Weg erstmals nach Graubünden. Für ihr besonders gut erhaltenes Ortsbild wurde die Unterengadiner Gemeinde Guarda mit dem von Henri-Louis Wakker gestifteten Preis ausgezeichnet.

In der Zwischenzeit hat sich nicht nur die Schweiz verändert, sondern mit ihr auch der Heimatschutz und seine Kriterien für die Vergabe des Wakkerpreises. An der Liste der Bündner Gewinner lässt sich diese Entwicklung ablesen: 1995 ging er für die gesetzliche Durchsetzung von Materialisierungen wie etwa Steindächern nach Splügen. 1998 wurde Vrin für das Mit- und Nebeneinander von Alt und Neu geehrt und 2010 Fläsch für zukunftsweisende Ortsplanung.

Im Jahr 2015 ging der Preis nach Bregaglia und damit erstmals in ein Bündner Südtal. Nicht nur, weil die Gemeinde die Ortskerne besonders gut pflegt, sondern auch für vorausschauende Planung.

Auf der Karte seht Ihr alle Bündner Orte, die seit 1972 mit dem Wakkerpreis ausgezeichnet wurden (über die Punkte fahren, dann seht Ihr die Gründe für die Auszeichnungen. Am besten auf Vollbildmodus wechseln):

Nun gewinnt also die 2006 gegründete Stiftung Nova Fundaziun Origen und ihr Kulturfestival in Riom die prestigeträchtige Auszeichnung. Origen ist ein Musiktheater und Tanzfestival, das seit 2006 jährlich in Riom stattfindet. Es gilt als einer der grössten Kulturanlässe Graubündens.

Der Wakkerpreis des Schweizerischen Heimatschutzes zeichnet Gemeinden aus, welche bezüglich Ortsbild- und Siedlungsentwicklung besondere Leistungen vorzeigen können. Das Preisgeld beträgt 20'000 Franken, hat aber symbolischen Charakter. Der Wert der Auszeichnung liegt in der öffentlichen Anerkennung.

Die Preisträger seit 1972

  • 2017: Sempach
  • 2016: Rheinfelden
  • 2015: Bergell
  • 2014: Aarau
  • 2013: Sion
  • 2012: Köniz
  • 2011: Ouest lausannois
  • 2010: Fläsch
  • 2009: Yverdon-les-Bains
  • 2008: Grenchen
  • 2007: Altdorf
  • 2006: Delémont
  • 2005: SBB
  • 2004: Biel
  • 2003: Sursee
  • 2002: Turgi
  • 2001: Uster
  • 2000: Genève
  • 1999: Hauptwil-Gottshaus
  • 1998: Vrin
  • 1997: Bern
  • 1996: Basel
  • 1995: Splügen
  • 1994: La Chaux-de-Fonds
  • 1993: Monte Carasso
  • 1992: St. Gallen
  • 1991: Cham
  • 1990: Montreux
  • 1989: Winterthur
  • 1988: Porrentruy
  • 1987: Bischofszell
  • 1986: Diemtigen
  • 1985: Laufenburg
  • 1984: Wil
  • 1983: Muttenz
  • 1982: Avegno
  • 1981: Elm
  • 1980: Solothurn
  • 1979: Ernen
  • 1978: Dardagny
  • 1977: Gais
  • 1976: Grüningen
  • 1975: Guarda
  • 1974: Wiedlisbach
  • 1973: Saint-Prex
  • 1972: Stein am Rhein

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So schreibt:
über Origen-Gründer Giovanni Netzer: "Die 2006 gegründete Stiftung Nova Fundaziun Origen und ihr Kulturfestival Origen in Riom gewinnt Wakkerpreis"
Ich schreibe:
Preise/Auszeichnungen gibts unendliche, vergleiche Tourismus:
https://www.suedostschweiz.ch/kulm17
Siehe Kommentare über Julierturm:
https://www.suedostschweiz.ch/kultur-musik/2017-12-27/zum-tee-bei-den-h…
https://www.suedostschweiz.ch/politik/2017-12-21/origen-erhaelt-800000-…