Samnaun als Sorgenkind
Das Sturmtief «Burglind» sorgt für erhöhte Lawinengefahr, Murgänge und infolgedessen zu Strassensperrungen und Blockaden. Dadurch sind mehrere Schweizer Orte nicht erreichbar - betroffen sind auch Bündner Orte.
Das Sturmtief «Burglind» sorgt für erhöhte Lawinengefahr, Murgänge und infolgedessen zu Strassensperrungen und Blockaden. Dadurch sind mehrere Schweizer Orte nicht erreichbar - betroffen sind auch Bündner Orte.
Übersicht der Strassensperrungen:
Die meisten Strassen wurden bereits am Donnerstag im Verlauf des Tages gesperrt, wie beispielsweise die Strecke nach Samnaun oder der Ofenpass.
Gewisse Strassen im Unterengadin, der Abschnitt zwischen Sils und Maloja sowie diverse Strassen rund um Disentis - insbesondere der Streckenabschnitt von Disentis bis Sumvitg - wurden am Donnerstagabend ebenfalls gesperrt. Das erklärt Roman Rüegg von der Bündner Kantonspolizei gegenüber «Radio Südostschweiz».
Die offenen Strassen sind vor allem in höheren Lagen schneebedeckt. Aufgrund der grossen Lawinengefahr werde die Strassensituation fortlaufend neu beurteilt. Am Freitagmorgen sagte Rüegg, man müsse mit weiteren Strassensperrungen rechnen.
Samnaun als Sorgenkind
Am Mittag beteuert Gion Dosch, Chef der Strassenerhaltung beim Tiefbauamt Graubünden: «Die Lage hat sich im Vergleich zu den letzten Tagen massiv entspannt». Die grossen Schneemassen konnten durch spontane Lawinenabgänge wie auch mit Sprengungen entladen werden, derzeit finden die letzten Arbeiten statt. Ziel ist es, die Strassen baldmöglichst wieder zu öffnen. Können die Aufräumarbeiten beendet werden, könnten die Strassen im Engadin im Laufe des Nachmittages wieder freigegeben werden, ebenso der Ofenpass.
Samnaun hingegen sei noch ein Sorgenkind, so Dosch. Dort hat es grössere Abgänge gegeben, die Aufräumarbeiten sind noch im vollen Gang. Erst wenn diese abgeschlossen seien, könne man eine Lagebeurteilung machen. Doch vorerst bleibt Samnaun auf unbestimmte Zeit unzugänglich.
Wenige glimpfliche Unfälle
Ein Auffahrunfall und kleinere Kollisionen: Auf den Bündner Strassen kam es am Donnerstag zu wenigen Unfällen. Diese gingen glimpflich aus: Es gab praktisch keine Verletzte und wenn, seien es nur leichte Verletzungen, sagt Rüegg weiter.
Wie die Kantonspolizei Graubünden am Freitagmittag mitteilt, ist die Lage derzeit stabil mit Aussicht auf Verbesserung. Daher würden die jeweiligen Strassenverhältnisse mithilfe der Lawinenexperten kontinuierlich neu beurteilt, um allenfalls Strassen wieder zu öffnen. Im Gegensatz zu anderen Strassen in der Schweiz sind die Bündner Strassen alle aus Sicherheitsgründen gesperrt, der Kantonspolizei sind keine kaputten Strassen bekannt.
Man bleibe gespannt, wie sich die Situation weiterentwickelt und steht dabei im engen Kontakt mit Spezialisten, vor allem mit dem SLF in Davos.
Auf strassen.gr.ch gibt es die Übersicht zur aktuellen Strassensituation.


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