Müller: «Sozialismus bedeutet, eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen»
Am 9. Oktober 1967 um 13.10 Uhr wurde Ernesto Che Guevara auf Geheiss des bolivianischen Präsidenten René Barrientos Ortuño ohne Gerichtsverhandlung exekutiert. Heute, genau 50 Jahre später, blickt Juso Graubünden Co-Präsidentin Julia Müller im Interview zurück auf einen Mann, der nicht unfehlbar war.
Am 9. Oktober 1967 um 13.10 Uhr wurde Ernesto Che Guevara auf Geheiss des bolivianischen Präsidenten René Barrientos Ortuño ohne Gerichtsverhandlung exekutiert. Heute, genau 50 Jahre später, blickt Juso Graubünden Co-Präsidentin Julia Müller im Interview zurück auf einen Mann, der nicht unfehlbar war.
Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Ernesto Rafeal Guevara de la Serna alias Che Guevara in Bolivien exekutiert wurde. Zum Jahrestag seines Ablebens unterhielt sich «suedostschweiz.ch» mit der Juso Graubünden Co-Präsidentin Julia Müller über Ches Vermächtnis und ihre Wohnungseinrichtung.
Frau Müller, Ernesto Che Guevara starb heute vor 50 Jahren. Gehört eine Che-Fahne – auch ein halbes Jahrhundert nach seinem Tod – nach wie vor zum Hammer-und-Sichel-Starter-Kit eines jungen Sozialisten dazu?
(lacht) So ein Starter-Kit zu definieren ist natürlich schwierig. Aber ich glaube, bei vielen Menschen gehört das dazu und auch bei uns in der WG hängt so eine Fahne, muss ich zugeben.
Also haben Sie selber noch ein Che-Utensil...
Mein Mitbewohner, besser gesagt. Aber mich stört das nicht und ich finde es auch ein schönes Bild. Was es symbolisiert, ist natürlich etwas Gutes.
Was bleibt von Che Guevara in der heutigen Zeit?
Ich glaube, er war ein Mensch, der das Gute im Menschen hat hervorbringen wollen. Menschen, die heute noch dafür kämpfen wollen, sehen ihn als Idol. Als jemanden auch, den man zitieren und sich als Vorbild nehmen kann.
Inwiefern orientieren sich die Juso Graubünden noch am sozialistischen oder gar revolutionären Gedankengut des weltweit bekanntesten Revolutionärs?
Wir befassen uns sehr wenig mit ihm. Wir lesen nichts von ihm und er wird in unseren Diskussionen auch selten erwähnt. Ich glaube was er uns aber gezeigt hat, ist, dass man auf dem Weg zu einer besseren Gesellschaft doch etwas erreichen kann. Konkret gehen wir aber nicht auf seine Forderungen und seine Kämpfe ein.
Er bietet uns in diesem Sinne keine Vorlage für unsere politische Arbeit. Che Guevara war nämlich keinesfalls unfehlbar. Seine Gewalttaten und Exekutionen sind in höchstem Masse zu verurteilen. Das muss ich vielleicht auch ganz persönlich sagen: Ich verurteile Gewalt aufs Schärfste. Den Weg, den Che Guevara einschlug, um seine Ziele zu erreichen, ist nicht der Weg, den ich oder die Juso Graubünden befürworten.
Inwiefern ist die sozialistische Ideologie heute noch wichtig?
Das kann man natürlich vielfältig auslegen. Aber Sozialismus bedeutet für uns, eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen. Es ist und bleibt unser höchstes Ziel, dass alle Menschen gleich sein und die gleichen Chancen bekommen können. Von dem her steht eine sozialistische Ideologie bei uns an oberster Stelle und hat sehr grossen Wert.
Wie verträgt sich diese Ideologie denn mit unserer kapitalistischen Marktwirtschaft?
Gar nicht. Sozialismus heisst für uns, den Kapitalismus zu überwinden und dazu müsste der Kapitalismus verschwinden.
Aber das ist zurzeit absolut utopisch...
Wie kann man denn für etwas kämpfen, ohne irgendein grosses Ziel vor Augen zu haben? Natürlich ist es eine Utopie. Es ist momentan alles so gefestigt. Wir leben tief im Kapitalismus. Aber wir sind der Überzeugung, dass man den Kapitalismus in seiner Gesamtheit überwinden muss, um zu einer gerechteren Gesellschaft zu kommen. Das wird extrem viel Zeit und Arbeit brauchen. Es ist zurzeit eine Utopie. Aber wir hoffen, dass sie irgendwann zur Realität wird.
Ehre für den Revolutionär
Bolivien ehrt den Revolutionär Che Guevara 50 Jahre nach seiner Ermordung durch die bolivianische Armee. Der sozialistische Präsident Evo Morales ordnete am Montag fünftägige Staatsfeierlichkeiten für den Argentinier an.
Die Streitkräfte sollen bei den Feiern eine zentrale Rolle spielen. Mehrere Ex-Militärs wollen die Ehrung des Revolutionärs aber boykottieren: Sie erinnerten daran, dass sich Guevara und seine Guerilla einen blutigen Kampf mit Boliviens Armee geliefert hatte.
Die Feierlichkeiten sollen am Donnerstag beginnen und ihren Höhepunkt mit einer Festveranstaltung am 9. Oktober in der Stadt Villagrande erreichen. Daran sollen auch die Vizepräsidenten der sozialistisch regierten Länder Kuba und Venezuela teilnehmen.
Morales versuchte in seiner Erklärung vom Montag, einen Bogen zwischen Armee und Guevara zu spannen: Boliviens Streitkräfte seien «aus dem Anti-Imperialismus geboren», erklärte er. Sie würden ihn während der Staatsfeierlichkeiten «bei jeder Aktivität begleiten».
Che Guevara war am 8. Oktober 1967 in Gefangenschaft der bolivianischen Armee geraten. Einen Tag später wurde er ohne Gerichtsverfahren hingerichtet. Damit endete die internationale Revolutionslaufbahn des Argentiniers.
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.
Ein Schweizer (Jean Ziegler)…
Ein Schweizer (Jean Ziegler) über den Schweizer Konzern (Nestlé) als Anschauungsmodell für die Schweizerin (JUSO-Julia Müller):
https://www.youtube.com/watch?v=ztW0W90oMfU
Siehe Kommentar:
https://www.suedostschweiz.ch/aus-dem-leben/2017-10-04/franz-caluori-di…
JUSO-Julia Müller: "Che…
JUSO-Julia Müller: "Che Guevara war nämlich keinesfalls unfehlbar. Seine Gewalttaten und Exekutionen sind in höchstem Masse zu verurteilen. Ich verurteile Gewalt aufs Schärfste. Den Weg, den Che Guevara einschlug, um seine Ziele zu erreichen, ist nicht der Weg, den ich oder die Juso Graubünden befürworten."
Meine Meinung: Schön, wenn man beispielsweise Folgendes ohne Gewalt lösen kann (vermutlich wusste Che Guevara einfach mehr über die Praxis):
HANDFESTE Beispiele:
Nestle Hauptsitz in der Schweiz, grösster Nahrungsmittelkonzern der Welt:
1) Schmutzige SCHOKOLADE Teil 2 (Deutsches Fernsehen ARD):
https://www.youtube.com/watch?v=1bmvJkBTp6g
2) Nestlé | Wir klauen das WASSER der 3.Welt (WDR-TV)
https://www.youtube.com/watch?v=GpH3Oph2XbU&t=66s
3) SAATGUT:
Der weltweite Krieg um unser Essen und Trinkwasser (Quantität und QUALITÄT) - DAS Zukunftsthema:
Monsanto-Gentech-Raps müsste wie Atomkraftwerkepartikel auf Containments beschränkt sein.
Wenn also Gentech-Raps oder Fukushima oder DU-Munition (Milliarden Jahre Halbwertszeit) ganze Landstriche ruiniert: müsste dann der Verursacher "unermesslich" haften?
Realität ist: der lebenswerk-ruinierte Farmer in Kanada muss umgekehrt an den Verursacher zahlen/haften. Sinngemäss muss das Vergewaltigungsopfer dem Täter die "Saat/Tat" zahlen.
Der Fall Percy Schmeiser:
https://www.youtube.com/watch?v=LQBKDYXDlJc&t=1500s
https://www.youtube.com/watch?v=w3ZLhCjqhkw&t=4217s
https://www.youtube.com/watch?v=w3ZLhCjqhkw&t=3s
Europa auch betroffen:
https://www.youtube.com/watch?v=akp5xByuO3w
https://www.youtube.com/watch?v=7XhxZNrZqQg
Eine andere Zeit damals…
Eine andere Zeit damals. Nicht mehr vergleichbar mit der des 21. Jahrhunderts, wo Menschen wie der Arzt Che Guevara, wie auch sein damaliger Freund, der Anwalt Fidel Castro, keinerlei Chancen hätten, ihr Gedankengut einer Revolution zu verwirklichen. Ging es doch damals darum, den Diktatur Batista aus Kuba zu verjagen, welcher auch durch die Duldung der US - Amerikaner, sein Regime aufrecht erhalten konnte. Nach erfolgreicher Revolution zerstritten sich die beiden Freunde Castro wie Che Guevara, und letzterer ging nach Bolivien um dort die Revolution fortzusetzen, wobei er kläglich scheiterte.
Schweiz: Rechtsrutsch im…
Schweiz: Rechtsrutsch im Parlament, im Bundesrat, und AHV-Abstimmungen NEIN.
Wie weit geht es NOCH nach rechts, bis man an die Leitplanke stösst - oder gibt es nicht mal die? Und gäbe es nicht vorher Korrektive?
SO 9. Oktober 2017:…
SO 9. Oktober 2017:
Seite 14 Banker) "Macron beleidigt Arme und Arbeiter"" und Seite 15 "Sozialismus am Ende":
Der US-Imperialismus/-Erzkapitalismus schreitet zum Endsieg, könnte man leider finden.
Kindersklaven schuften für Nestle & CO.
https://www.youtube.com/watch?v=V4tc-PT3FXI
https://www.youtube.com/watch?v=k7uOpBfvtJA
https://jasminrevolution.wordpress.com/2017/05/25/stichwort-rothschild-…