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Eine Immobilie ins richtige Licht rücken bringt Wohlgefühl und Verkaufschancen

Gut beleuchtete Wohnräume bringen eine angenehme Wohnatmosphäre. Soll das Eigenheim verkauft werden, bekommen Interessenten einen positiven ersten Eindruck, wenn die Räume im richtigen Licht erscheinen. Lichtprofis kennen Tricks für das perfekte Lichtkonzept.

Wohnen
Südostschweiz
Freitag, 04. September 2020, 10:18 Uhr wohnen.suedostschweiz
Es werde Licht. Die Zimmer des Zuhauses ins richtige Licht rücken bringt viele Vorteile.
Billy Catbagan / Pixabay

von Renato Faoro, eidgenössisch diplomierter Betriebswirtschafter HF und Mitglied des Kaders bei Remax Chur

Noch ist es recht sommerlich, und Herbst und Winter scheinen in weiter Ferne zu liegen. Trotzdem werden die Tage allmählich kürzer. Genau der richtige Zeitpunkt, sich ein paar Gedanken über die Innenbeleuchtung einer Immobilie zu machen – und sich rechtzeitig auf die dunklere und kältere Jahreszeit vorzubereiten. Denn Licht ist nicht nur ein relativ günstiges Gestaltungsmittel, es ist auch unglaublich effektiv. Je nach Lichtfarbe oder Helligkeit kann eine völlig andere Wirkung in einem Raum erzielt werden. Licht kann aber auch für Wärme und eine angenehme Atmosphäre sorgen. Zudem können Einrichtungen mit der passenden Beleuchtung perfekt in Szene gesetzt werden. Weiter verändert Licht ein Zimmer auch optisch: Die Proportionen wirken harmonischer. 

Licht macht Räume grösser…

Als Erstes sollte auf die Verteilung der Lichtquellen geachtet werden. Ein einziges Deckenlicht lässt einen Raum kleiner wirken. Besser ist es, die Lichtquellen gleichmässig im Zimmer zu verteilen. Deckenfluter und Wandleuchten hingegen beeinflussen die Raumhöhe. Durch das nach oben gerichtete Licht erscheint ein Wohnraum höher, als er effektiv ist. Wenn die Zimmerdecke noch in einem etwas helleren Farbton als die Wände gestrichen ist, verstärkt sich dieser Eindruck. 

…und schafft echte Wohlfühlräume

Aber erst ein sorgfältig aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel von mehreren, unterschiedlichen Lichtquellen macht ein Lichtkonzept perfekt. Ein Mix aus drei verschiedenen Quellen ist ideal. So gibt die Mischung aus einer gleichmässigen Grundbeleuchtung, einer indirekten sowie akzentuierenden Beleuchtung einem Raum Struktur. Das Wechselspiel aus Licht und Schatten lässt diesen zudem sehr viel lebendiger erscheinen.
Sehr empfehlenswert sind Lampen mit einer Dimm-Funktion. Damit kann je nach Bedarf die Helligkeit variiert und besondere Stimmungen erzeugt werden.
Eine indirekte Beleuchtung ist dekorativ. Sie betont bestimmte Bereiche eines Wohnraums. Die Leuchten selbst werden hinter Blenden oder Möbelstücken versteckt. Um grössere Zonen behaglich zu beleuchten, eignen sich auch Pendelleuchten über einem Tisch oder flexible Tisch- und Stehlampen. Halogenstrahler hingegen setzen direkte Akzente und lenken mit ihrem gebündelten Licht den Blick auf einzelne Möbelstücke oder Bilder.

Beleuchtung sorgfältig planen 

Licht hat einen direkten Einfluss auf den ersten Eindruck, den ein potenzieller Käufer oder auch ein Mieter von einer Immobilie bekommen kann. Eine Besichtigung am Abend wird möglicherweise zum Misserfolg, wenn das Lichtkonzept nicht stimmt. Denn eine schlechte Beleuchtung wirkt ungünstig und lässt die Zimmer kleiner oder unwohnlicher erscheinen. 
Es lohnt sich also, in eine wohldurchdachte Innenbeleuchtung zu investieren. Damit können Eigenheimbesitzer oder Mieter auch in der dunkleren Jahreszeit den optimalen Wohlfühlfaktor aus den Wohnräumen herausholen – für sich selber und die geladenen Gäste.

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