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Frühjahrscheck: Erkennen von Winterschäden an Immobilien

Eisige Temperaturen, kalte Winde und Schnee sind eine Belastung für Immobilien und können zu schweren Schäden führen. Sobald die kalte Jahreszeit vorüber ist, gilt es, die Auswirkungen an den Immobilien zu erkennen und zu reparieren. So können gravierendere Schäden vermieden und der Wert der Immobilie besser erhalten werden.

Wohnen
Südostschweiz
Dienstag, 14. April 2020, 08:54 Uhr wohnen.suedostschweiz
Frühjahrscheck bei Immobilien
123SWITCH/PIXABAY

von Renato Faoro, eidgenössisch diplomierter Betriebswirtschafter HF und Mitglied des Kaders bei Remax, Region Chur

Für den Check der Immobilie muss genügend Zeit eingeplant und systematisch vorgegangen werden. Dies schmälert das Risiko, dass Schäden unerkannt bleiben und hilft zudem den Überblick zu behalten. Es empfiehlt sich, Notizmaterial auf den Rundgang mitzunehmen und jede Auffälligkeit exakt zu notieren. Anschliessend muss über die Dringlichkeit der Reparatur entschieden und abgeschätzt werden, ob eine Fachperson herbeigezogen werden soll.

Rinnen säubern, lose Ziegel befestigen

Gerade das Dach wird während des Winters stark beansprucht. Dabei setzen dessen Zustand vor allem der Schnee, der Regen und die grossen Temperaturschwankungen zu. Bei der Kontrolle muss unbedingt überprüft werden, ob alle Ziegel noch richtig befestigt oder sie beschädigt sind. Sonst droht ihr Herunterfallen oder der Eintritt von Wasser und Schmutz in Hohlräume. Das kann zu erheblichen Schäden führen.

Weiter sollten unbedingt der Schornstein, die Blitzschutzanlage und weitere Installationen wie Antennen und Solaranlagen auf ihre Befestigung und Funktion überprüft werden. Abschliessend müssen die Dachrinnen und andere Abflüsse gesäubert und von Ablagerungen befreit werden.

Fassade auf Risse überprüfen

Ein weiterer stark beanspruchter Teil des Hauses ist die Fassade. Mögliche Schäden durch Witterungseinflüsse sind Risse, Farbschäden oder abgelöster Putz. Zusätzlich kann Moos der Fassade schaden. Dieses muss unbedingt entfernt werden. Auch Holzverkleidungen sind besonders anfällig und müssen unter Umständen wieder mit Schutzmittel behandelt werden. Im Aussenbereich gilt dem Balkon besondere Aufmerksamkeit. Kleine Risse dürfen nicht einfach ignoriert werden und müssen unter Beobachtung bleiben. Der letzte Teil der Kontrolle gilt den Türen und Fenstern. Sind alle dicht? Lassen sich alle gut öffnen? Wurden Silikonfugen beschädigt? Bei der Kontrolle der Fenster können auch gleich die Rollläden auf ihre Funktion überprüft werden.

Schäden im Innenbereich des Hauses

Auch wenn der Wettereinfluss vor allem Auswirkungen auf den äusseren Teil eines Hauses hat, so heisst das nicht, dass der Innenbereich unbeeinflusst bleibt. Denn der Winter bietet ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Schimmelsporen. Ein allfälliger Schimmelbefall muss schnellstmöglich beseitigt werden.

Genauso wichtig wie die Bekämpfung des Schimmels, ist die Suche nach dem Grund für den Befall. Bei grösseren Flächen oder wiederkehrendem Auftreten an derselben Stelle empfiehlt es sich, einen Fachmann beizuziehen. Weiter ist es von grosser Wichtigkeit zu überprüfen, ob Wasser in den Innenbereich eingedrungen ist. Keine Seltenheit ist dabei das Platzen von Wasserleitungen während der Wintermonate. Das kann zu grossen Folgeschäden führen. Sowohl bei der Suche von potenziellem Schimmelbefall als auch von Wassereintritt empfiehlt es sich, jede noch so kleine Ecke des Hauses zu überprüfen.

Guter Zeitpunkt für Heizungscheck

Sobald die Heizung vom Winter- auf den Sommerbetrieb umgeschaltet oder sogar abgeschaltet wird, lohnt es sich, das Heizungssystem überprüfen zu lassen. Denn nach dem Winter ist vor dem Winter. Während der warmen Monate ist darum die ideale Zeit für Wartungen und Reparaturen an der Heizung. Das verhindert unnötiges Frieren und den Verzicht auf eine warme Wohnung während des nächsten Winters.

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