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Rauchmelder können Leben retten

Bei einem Brand mit hochgiftigen Rauchgasen lauert tödliche Gefahr für die Hausbewohner – vor allem Schlafende sind extrem gefährdet, da man die Gase kaum riecht. Im Brandfall wecken Rauchmelder Betroffene mit einem schrillen Ton selbst aus dem tiefsten Schlaf. Auf dem Markt sind verschiedene Produkte erhältlich, die lebensrettend sind.

Wohnen
Südostschweiz
Freitag, 06. März 2020, 14:20 Uhr wohnen.suedostschweiz
Im Brandfall retten Rauchmelder Leben.
HG-FOTOGRAFIE/PIXABAY

von Karin Iseppi, Präsidentin HEV Mittelbünden sowie Vizepräsidentin HEV Graubünden

Heimrauchmelder haben die vorrangige Aufgabe, Personen, die sich in Räumen aufhalten, vor etwaigen Bränden zu warnen. Besonders schlafende Personen sind gefährdet, einen Brand nicht schon im Anfangsstadium zu bemerken. Schlafende riechen den Rauch kaum, und wenn sie erwachen, ist es meist zu spät: Wegen der Rauchentwicklung ist die Sicht eingeschränkt, und die Betroffenen können sich schlecht orientieren. Zudem atmen sie giftigen Rauch ein, was sehr schnell zu einer tödlichen Rauchvergiftung führen kann. 
Ein wirksames Mittel, um Leben zu retten, ist deshalb eine frühe Warnung durch Rauchmelder. Sie sind für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung geeignet.

Ein Rauchmelder lohnt sich

Es gibt immer Gründe, etwas nicht zu tun. Auch solche, sich keine Rauchmelder im Haushalt anzuschaffen. Zu teuer, zu wartungsaufwendig, zu unzuverlässig etc. 
Zum Glück lassen sich diese Versäumnisse leicht entkräften. Gute Rauchmelder funktionieren wartungsfrei und zuverlässig. Neben Rauchwarnmeldern existieren auch Wärmemelder. Moderne Geräte kombinieren beide Erkennungsverfahren und bieten auch bei Brandformen mit geringer oder keiner Rauchentwicklung Sicherheit. 

Diverse Produkte geben Sicherheit 

Die meisten eingesetzten Rauchmelder reagieren optisch. Sie detektieren aufqualmenden Rauch nach dem Streulichtverfahren: Klare Luft reflektiert praktisch kein Licht. Befinden sich aber Rauchpartikel in der Luft und somit im Rauchwarnmelder, reflektieren sie den permanenten Prüflichtstrahl. Ein Teil dieses Streulichts fällt auf einen lichtempfindlichen Sensor, der nicht direkt vom Lichtstrahl beleuchtet wird. Eine Situation für den Rauch-melder, Alarm auszulösen.
Die Hersteller bieten auch Produkte an, die per Funk miteinander vernetzt werden können. Der Vorteil der Vernetzung besteht darin, dass man im Brandfall auch dann alarmiert wird, wenn der Alarmton eines nicht vernetzten Melders ansonsten nicht zu hören wäre – beispielsweise, wenn der betroffene Raum in einer anderen Etage liegt.

Die ideale Positionierung im Gebäude

In Wohnungen und Einfamilienhäusern gehören Rauchmelder vor allem in sämtliche Schlaf- und Kinderzimmer und sollten zudem auf jedem Geschoss vorhanden sein. In Küche und Badezimmern kann der aufsteigende Wasserdampf bei Rauchmeldern hingegen zu Fehlalarmen führen. Die Rauchmelder sollten darum in diesen Räumen nicht in unmittelbarer Nähe von Kochfeldern und Duschen installiert werden. Auch die Gewohnheiten der Bewohner müssen bei der Installation berücksichtigt werden: Wird im Schlafzimmer geraucht? Brennen im Wohnzimmer oft Kerzen?
Rauchwarnmelder sollten idealerweise an der höchsten Stelle eines Raumes installiert werden, weil Rauch aufsteigt. Die Installationshinweise der Hersteller sind zu beachten.

Hauptsache, man hat einen

Egal, mit welcher Technologie die entstehenden Brände registriert werden, und egal, mit welchem Signal die Brandmelder alarmieren – Hauptsache, die Bewohner gewinnen genügend Zeit, um das gefährdete Wohnobjekt unverzüglich verlassen zu können und die Feuerwehr zu benachrichtigen.
Im Handel werden gute Rauchmelder auch zu günstigen Preisen angeboten.Verschiedene Schweizer Konsumentenorganisationen prüfen regelmässig Modelle und geben Empfehlungen ab.
 

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