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Die Sicherheit auf den Baustellen mit einem speziellen Parcours erhöhen

Mittels der Branchenlösung Sicuro setzt das Bauhauptgewerbe die Auflagen bezüglich Arbeitssicherheit um. Den Schulungsauftrag nimmt der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) mit Unterstützung der Suva und der Paritätischen Berufskommission für das Bauhauptgewerbe Kanton Graubünden (PBK) wahr.

Wohnen
Südostschweiz
Mittwoch, 02. August 2017, 09:21 Uhr Wohnen
Die Sicherheit auf den Baustellen mit einem speziellen Parcours erhöhen
Bild Archiv SO

Andreas Felix / Geschäftsführer des Graubündner Baumeisterverbands

Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) und die Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV) geben vor, dass der Arbeitgeber für die Sicherheit in seinem Betrieb verantwortlich ist. Das Bauhauptgewerbe setzt die vorgegebenen Massnahmen mit «Sicuro» um. Unternehmungen, welche den Vorgaben von «Sicuro» nachkommen, erfüllen die gesetzlichen Auflagen.

Unfallzahlen um 42 Prozent gesenkt
In den letzten 25 Jahren konnte die Zahl der Unfälle im Bauhauptgewerbe laufend und nachweisbar um 42 Prozent reduziert werden. Verzeichnete die Statistik 1990 noch 321 Unfälle pro Tausend Mitarbeitende, sank diese Zahl kontinuierlich auf 186 Unfälle pro Tausend Mitarbeiter im Jahr 2015. Dieser rückläufige Trend ist sicher der Tatsache zu verdanken, dass der Schweizerische Baumeisterverband die Sicherheit auf Baustellen zu einem zentralen Thema gemacht hat und schweizweit jedes Jahr verschiedene Aktivitäten umgesetzt werden. Die Sicherheitsparcours in Chur und Zernez, welche alle zwei Jahre durchgeführt werden, gehören dazu.

Gezielte Ausbildung als Schlüssel
Die konsequente Förderung der Arbeitssicherheit im Betrieb spielt zunehmend eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit einer Unternehmung. Ein rasch wirksamer Ansatzpunkt auf betrieblicher Ebene ist die gezielte Schulung des Personals im Umgang mit risikoträchtigen Situationen, Hilfsmitteln und Geräten. Eine effiziente Möglichkeit, diese Schulung umzusetzen, bildet die Ausbildung am vorgängig erwähnten Sicherheitsparcours.

Unfälle verhindern, Prämien sparen
Das Ziel der Schulung am Sicherheits-parcours ist die Förderung des sicherheitsgerechten Verhaltens auf der Baustelle, die Verminderung von Arbeitsunfällen sowie die Senkung der Versicherungsprämien durch Unfallverhütung.
Der Sicherheitsparcours beinhaltet Posten, an denen mittels praktischer Anwendung Kenntnisse über das Sichern von Lasten auf und in Fahrzeugen aller Art sowie über Sturzsicherung auf Baustellen im Hoch- und Tiefbau (Betoniergerüste, Schutzgerüste, Graben und Spriessungen) vermittelt werden. Darüber hinaus werden die Teilnehmer am Ausbildungsprogramm zum Thema «Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung» instruiert.

Breite Abstützung, generöse Partner
Das Projekt des Sicherheitsparcours ist breit abgestützt. Die Suva unterstützt und begleitet den Parcours beratend. GBV-Mitgliedsfirmen sind gemeinsam für den Aufbau und den Betrieb des Postenlaufs verantwortlich und stellen zudem die Kursinstruktoren.
Die HG Commerciale stellt jeweils ihre Lagerareale für die Durchführung des Sicherheitsparcours zur Verfügung. Die Sozialpartner des Bauhauptgewerbes unterstützen das Projekt, indem den teilnehmenden Unternehmungen die Kurs- und Lohnausfallkosten zurückerstattet werden.

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