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Den Zugang zum Wohnungsmarkt für Benachteiligte verbessern

Flüchtlingskrise, steigende Anzahl Armutsbetroffener, alternde Bevölkerung: Welche Herausforderungen kommen auf den Schweizer Wohnungsmarkt zu? Wie man den Zugang von benachteiligten Bevölkerungsgruppen zum Wohnungsmarkt verbessern kann und welche Rolle dabei die Baugenossenschaften spielen, wird kontrovers diskutiert.

Wohnen
Südostschweiz
Mittwoch, 02. August 2017, 09:17 Uhr Wohnen
Den Zugang zum Wohnungsmarkt für Benachteiligte verbessern
Bild zVg/Stiftung Domicil

Rebecca Omoregie / Vizedirektorin bei Wohnbaugenossenschaften Schweiz, dem Verband der gemeinnützigen Wohnbauträger

Den Wohnbaugenossenschaften wird oftmals vorgeworfen, sie würden benachteiligten Bevölkerungsgruppen nur schwer Zugang zu ihrem Wohnungsangebot bieten – dabei müssten sie sich doch in erster Linie der sozial Schwächsten annehmen.
Das Thema wird in Medien und Politik kontrovers diskutiert und stellt den gemeinnützigen Wohnungsbau vor grosse Herausforderungen: Was heisst denn «Wohnraum für alle», wie es in der Charta der gemeinnützigen Bauträger steht? Was können diese zu einer guten Wohnraumversorgung aller Bevölkerungsgruppen beitragen? Aber auch: Wie weit gehen Versorgungsauftrag und die soziale Verantwortung des gemeinnützigen Wohnungsbaus überhaupt?

Wohnraum für Benachteiligte schaffen
Diese Fragen wollen die beiden Dachorganisationen der gemeinnützigen Wohnbauträger an einer Fachtagung gleich selbst diskutieren. Am «Forum der Schweizer Wohnbaugenossenschaften» legen namhafte Referentinnen und Referenten dar, was im Zuge von Migrationsströmen und der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung auf den Wohnungsmarkt zukommen wird. Anhand von erfolgreichen Beispielen zeigt die Tagung Konzepte, um Wohnraum für Bewohnergruppen mit erschwertem Zugang zum Wohnungsmarkt zu schaffen. Verschiedene Workshops präsentieren Projekte aus dem In- und Ausland und bieten Gelegenheit, Handlungsfelder für Wohnbaugenossenschaften zu erörtern. Ein Spezialfokus widmet sich dem bezahlbaren Wohnen im Alter.
An einem politischen Podium diskutieren Vertreter von Wirtschaft, Politik, öffentlicher Hand und gemeinnützigem Wohnungsbau die Frage, welche Rolle die gemeinnützigen Bauträger in der Wohnungsversorgung benachteiligter Bevölkerungsgruppen spielen sollen.

Ein Forum für alle Interessierten
Das Forum der Schweizer Wohnbaugenossenschaften wird von den beiden Verbänden der Baugenossenschaften (Wohnbaugenossenschaften Schweiz und Wohnen Schweiz) organisiert und von zahlreichen Unternehmen und Organisationen mitgetragen. Die Veranstaltung steht nicht nur Genossenschaften, sondern allen am genossenschaftlichen Wohnungsbau, an Fragen der Wohnraumversorgung und am Thema Wohnen im Alter Interessierten offen.

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