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Immobilien und Anlagen auf Winterschäden kontrollieren

Eisige Temperaturen, kalte Winde und Schnee sind eine Belastung für die Immobilien und können zu schweren Schäden führen. Sobald die kalte Jahreszeit vorüber ist, gilt es, deren Auswirkungen auf Gebäude und Anlagen zu erkennen und nötigenfalls zu reparieren. So können gravierendere Schäden vermieden und der Wert der Immobilie besser erhalten werden

Wohnen
Südostschweiz
Freitag, 31. März 2017, 15:06 Uhr Wohnen
Immobilien und Anlagen auf Winterschäden kontrollieren
Bild zVg

Renato Faoro / Immobilienmakler bei Remax und eidgenössisch diplomierter Betriebswirtschafter HF

Für den Check der Immobilie muss genügend Zeit eingeplant und systematisch vorgegangen werden. Dies schmälert das Risiko, dass Schäden unerkannt bleiben und hilft zudem, den Überblick zu behalten. Es empfiehlt sich, Notizmaterial auf den Rundgang mitzunehmen und jede Auffälligkeit exakt zu notieren. Anschliessend muss über die Dringlichkeit der Reparatur entschieden und abgeschätzt werden, ob eine Fachperson herbeigezogen werden soll.

Ziegel kontrollieren, Abflüsse säubern
Gerade das Dach wird während des Winters stark beansprucht. Dabei setzen vor allem der Schnee, der Regen und die grossen Temperaturunterschiede dem Zustand des Dachs zu. Bei der Kontrolle muss unbedingt überprüft werden, ob alle Ziegel noch richtig befestigt und unbeschädigt sind. Sonst droht ihr Herunterfallen oder der Eintritt von Wasser und Schmutz in Hohlräume, was zu erheblichen Schäden führen kann.
Weiter sollten unbedingt der Schornstein, die Blitzschutzanlage und weitere Installationen wie Antennen und Solaranlagen auf ihre Befestigung und Funktion überprüft werden. Abschliessend müssen die Dachrinnen und andere Abflüsse gesäubert und von Ablagerungen befreit werden.

Fassade auf Risse überprüfen
Ein weiterer stark beanspruchter Teil eines Hauses ist die Fassade. Mögliche Schäden durch Witterungseinflüsse sind Risse, Farbschäden oder abgelöster Putz. Zusätzlich kann Moos der Fassade schaden, er muss unbedingt entfernt werden.
Auch Holzverkleidungen sind besonders anfällig und müssen unter Umständen wieder mit Schutzmittel behandelt werden. Im Aussenbereich gilt es, dem Balkon besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Kleine Risse dürfen nicht einfach ignoriert werden und müssen weiterhin beobachtet werden.
Der letzte Teil der Kontrolle gilt den Türen und Fenstern. Sind alle Türen und Fenster dicht? Lassen sich alle gut öffnen? Wurden Silikonfugen beschädigt? Bei der Kontrolle der Fenster können auch gleich die Rollläden auf ihre Funktion überprüft werden.

Schäden im Innenbereich des Hauses
Auch wenn der Wettereinfluss besonders Auswirkungen auf den äusseren Teil eines Hauses hat, so heisst das nicht, dass der Innenbereich unbeeinflusst bleibt. Denn der Winter bietet ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Schimmelsporen. Dies kann zu Schimmelbefall führen, der schnellstmöglich beseitigt werden muss. Genauso wichtig wie die Bekämpfung des Schimmels ist die Suche des Grundes dafür. Bei grösseren Flächen oder wiederkehrendem Schimmel an derselben Stelle empfiehlt es sich, einen Fachmann herbeizuziehen.
Weiter ist es von grosser Wichtigkeit zu überprüfen, ob Wasser in den Innenbereich eingedrungen ist. Denn es ist keine Seltenheit, dass Wasserleitungen während der Wintermonate platzen, was zu grossen Folgeschäden führen kann. Sowohl bei der Suche von potenziellem Schimmelbefall als auch von Wassereintritt empfiehlt es sich, jede noch so kleine Ecke des Hauses zu überprüfen.

Warme Zeit für Heizungsreparaturen
Sobald die Heizung von Winter- auf Sommerbetrieb umgeschaltet oder sogar abgeschaltet wird, lohnt es sich ebenfalls, das Heizungssystem überprüfen zu lassen. Denn nach dem Winter ist vor dem nächsten Winter. Und die warmen Monate sind der ideale Zeitpunkt für allfällige Reparaturen an der Heizung. Das verhindert unnötiges Frieren und den Verzicht auf eine warme Wohnung während des nächsten Winters.

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