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Unfallgefahren verringern – Lebensqualität erhöhen

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) setzt sich im öffentlichen Auftrag für die Sicherheit ein. Als Schweizer Kompetenzzentrum für Unfallprävention gibt sie ihr Wissen auch an BFU-Sicherheitsdelegierte weiter.

Wohnen
Südostschweiz
Dienstag, 31. März 2015, 13:55 Uhr Wohnen
Unfallgefahren verringern – Lebensqualität erhöhen
Bild zVg

Patrick Weissmann / BFU-Sicherheitsdelegierter für die Stadt Chur, Hochbauamt, Abteilung Baupolizei

Die BFU-Sicherheitsdelegierten in über 1200 Gemeinden und Städten sind kompetente Ansprechpersonen für Sicherheitsfragen in vielen Lebensbereichen. Die Delegierten werden von der Behörde gewählt und üben ihre Aufgabe im Nebenamt aus. Ihre zentrale Aufgabe ist es, das Gedankengut der Unfallverhütung zu vermitteln und Sicherheitsempfehlungen abzugeben. Die Delegierten stellen Sicherheitsmängel fest oder nehmen entsprechende Feststellungen entgegen und melden dies den zuständigen Stellen.

Sichere Bauwerke dank Normen
Zu Hause, in der unmittelbaren Wohnumgebung, aber auch im öffentlichen Bereich (z.B. Schulen) ereignen sich zahlreiche Unfälle. Stürze können verheerenden Folgen mit sich bringen. Zur Gewährleistung der Sicherheit von Bauwerken bestehen Normen und Richtlinien. Leider sind diese zu wenig oder gar nicht bekannt oder werden einfach übersehen, was zu fatalen Folgen führen kann. Durch geeignete bautechnische Massnahmen können viele Gefahrensituationen behoben oder zumindest entschärft werden.

Gefahrengebiet Kinderspielplatz
Auch auf Spielplätzen lauern viele Gefahren. Der Bau eines Kinderspielplatzes soll deshalb sorgfältig geplant werden. Kinder sind durch ihre Neugier und ihren Übermut besonders auf Rutschbahnen, Brettschaukeln, Klettertürmen und Wippschaukeln gefährdet. Entsprechende Beachtung ist ebenfalls dem Unterhalt der Spielgeräte zu schenken.

Biotope als Fallen
Wasser zieht Kinder magisch an. Pro Jahr ertrinken rund zehn Kinder im Alter zwischen eins und vier Jahren. Besonders heimtückisch sind Biotope. Bei künstlich angelegten Gewässern in der Nähe von Wohn- und Spielbereichen muss jederzeit damit gerechnet werden, dass Kinder unbeaufsichtigt zum Wasser gelangen und hineinfallen. Mit Seichtwasserzonen, dem Setzen von Gittern oder Zäune können Biotope gesichert und damit Leben gerettet werden.

Altersgerecht planen und bauen
Immer mehr Menschen erreichen ein hohes Alter. Wohnräume und die Umgebung sollen für alle lebenswert sein. Altersbedingte Einschränkungen beim Gehen oder eine verminderte Sehfähigkeit müssen bei der Wohnraumgestaltung berücksichtigt werden. Durch geeignete bautechnische Massnahmen kann eine grosse Anzahl von Unfällen vermieden werden.

Sportanlagen
Sportanlagen müssen die einschlägigen Vorschriften, Normen und Empfehlungen erfüllen. Dabei stehen zwei Aspekte im Vordergrund: Einerseits sollen sicherheitstechnische Überlegungen bereits vor dem Bau erfolgen, andererseits können bei bestehenden Anlagen zahlreiche Mängel oft mit einfachen Mitteln behoben werden. Die Erbauer von Sportanlagen stehen in der Verantwortung, bei der Planung und beim Bau die Sicherheitsvorschriften zu berücksichtigen. Ein grosser Teil der Unfälle lässt sich so verhindern.

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