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Sicherheit rund ums Haus

Einbrüche verursachen nicht nur hohen Sachschaden, oft wiegen die psychischen Folgen weit schwerer. Darum lohnt es sich, organisatorische, mechanische und/oder elektronische Vorkehrungen zu treffen – denn Selbstschutz ist möglich.

Wohnen
Südostschweiz
Dienstag, 31. März 2015, 10:41 Uhr Wohnen
Sicherheit rund ums Haus
Archiv Keystone

Theo Wasescha / Chef Fachstelle Prävention bei der Kantonspolizei Graubünden.

Richtiges Verhalten und geeignete Massnahmen vermindern das Einbruchsrisiko erheblich. Wer schon bei der Planung von Bauobjekten an die Einbruchsicherungen denkt, erspart sich Auslagen und spätere Umtriebe. Sicherheitssysteme können aber auch nachträglich eingebaut werden. Jedes Haus erfordert einen eigenen Sicherheitsplan, welcher der Lage, den besonderen örtlichen Verhältnissen und vor allem den Eigenarten des Baus angepasst ist. Ein persönliches Sicherheitsdispositiv ist absolute Vertrauenssache und geht nur den Hausherrn etwas an.

Wie dringen Einbrecher ins Haus ein? 
Sie knacken ungenügend gesicherte Fenster und Türen oder schlagen Fensterscheiben und Glasfüllungen in Türen ein. Einbrecher verschaffen sich auch Zugang durch ungesicherte Kellerfenster und Lichtschächte. Sie klettern auf leicht erreichbare Balkone, Terrassen und Dächer. Sie dringen durch zu wenig gesicherte Nebenräume und Garagen ein. Jede Unvorsichtigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner – wie zum Beispiel offene Fenster und Türen – wird ausgenutzt.

Organisatorische Massnahmen 
Vorsicht ist der beste Schutz. Die meisten Sicherheitsmassnahmen lassen sich rasch und ohne grossen Aufwand verwirklichen: Fenster und Türen immer sorgfältig verschliessen, bevor das Haus verlassen wird; keine Hinweise auf Abwesenheit bekannt geben (überfüllter Briefkasten, Ferienmeldung auf dem Telefonbeantworter); Wertsachen und wichtige Dokumente im Tresor oder im Kundenschliessfach bei der Bank aufbewahren; Haus und Wohnungsschlüssel zurückhaltend abgeben; Schlüssel nie unter dem Türvorleger, im Milchkasten oder in einem Blumentopf verstecken.

Mechanische und elektronische Massnahmen 
Nur verschlossene Türen und Fenster aus festem Material, mit Sicherheitsschloss oder abschliessbaren Fenstergriffen und einem soliden, gut verankerten Rahmen sind einbruchhemmend. Jedes Objekt ist nur so gut gesichert wie die schwächste Stelle. Deshalb dürfen auch Nebeneingänge, Lichtschächte, Katzenschleusen usw. bei der Planung nicht ausser Acht gelassen werden. Einbruchmelde - anlagen, Schockbeleuchtungen, Zeitschaltuhren und Ähnliches ergänzen – sinnvoll konzipiert – die baulichmechanischen Sicherungen.

Fachstelle Prävention berät vor Ort 
Bei der Kantonspolizei Graubünden gibt es speziell ausgebildete Berater für private oder geschäftliche Sicherheitsfragen. Diese helfen mit Rat und Tat bei der Planung von Objekten, aber auch bei bestehenden Objekten, wenn es um einen erhöhten Einbruchschutz geht. Auch bei der Durchführung von Präventionsveranstaltungen, zum Beispiel im Geschäft, in der Schule, in Vereinen, an Ausstellungen oder in Wohnquartieren, steht die Präventionsstelle der Kantonspolizei neutral und kostenlos zur Verfügung.

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