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Energie sparen dank des Geak

Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (Geak) gibt darüber Auskunft, wie hoch der Energiebedarf eines Gebäudes ist. Der Geak Plus zeigt zudem Massnahmen für Gebäudemodernisierungen. Neu wird die Erstellung dieses Ausweises durch den Kanton Graubünden gefördert.

Wohnen
Südostschweiz
Dienstag, 31. März 2015, 13:48 Uhr Wohnen
Gebäudeenergieausweis der Kantone Geak
Bild zVg

Andrea Lötscher / Leiter der Abteilung Energieeffizienz beim Amt für Energie und Verkehr Graubünden

Der Gebäudepark beansprucht rund 45 Prozent des gesamten Energieverbrauchs der Schweiz. Seit 2009 ist der Geak ein bewährtes Instrument, um aufzuzeigen, wie hoch der Energiebedarf eines Gebäudes ist. Dieser Energiebedarf wird mit den Effizienzklassen A bis G dargestellt. Der Geak zeigt den Verbrauch von Heizung, Warmwasser, Beleuchtung und anderen elektrischen Verbrauchern an. Er schafft damit Transparenz auf dem Immobilienmarkt und lässt den Vergleich mit anderen Gebäuden zu.

Geak Plus mit Zusatznutzen
Der Geak Plus beinhaltet nebst der Bewertung des Gebäudes auch Vorschläge für Modernisierungsmassnahmen und zeigt den Hauseigentümern auf, welche Wirkung bzw. Kosten diese nach sich ziehen. Neben einer Gesamtbeurteilung ist es möglich, für jeden Bereich des Gebäudes (Heizungsanlage, Fenster, Fassade, Dach usw.) Erneuerungsmassnahmen zu definieren. Der Geak Plus beinhaltet auch Angaben zur Nutzungsdauer sowie zu den Investitions- und Instandhaltungskosten. Eine transparente Kostenaufstellung erleichtert Investitionsentscheide. Hauseigentümer, welche ihr Gebäude modernisieren, profitieren somit in mehrfacher Hinsicht. Sie reduzieren die Energiekosten, erhöhen den Komfort und den Werterhalt des Gebäudes, profitieren von nationalen und kantonalen Förderprogrammen und leisten zudem einen Beitrag zur Reduktion des CO2- Ausstosses.

Kanton fördert den Geak Plus 
Der von Fachleuten erstellte Geak- Bericht bietet Gewähr, dass die geplanten Massnahmen korrekt und für das untersuchte Objekt passend sind.
Der Kanton Graubünden fördert ab 1. Juli die Erstellung des Geak Plus mit einem Kantonsbeitrag. Für Einfamilienhäuser werden pauschal 1000 Franken bzw. maximal 50 Prozent der Kosten vergütet. Für Mehrfamilienhäuser und Verwaltungsgebäude werden pauschal 1500 Franken bzw. maximal 50 Prozent der Kosten vergütet. Sämtliche Informationen dazu sind ab Mitte Juni auf der Website des Amtes für Energie und Verkehr (AEV) unter www.aev.gr.ch/ee/beitraege abrufbar. Gesuche sind zusammen mit der Offerte eines Geak-Experten einzureichen. Wird dem Bauherrn eine Förderzusage erteilt, kann der Auftrag an den Geak-Experten erteilt werden. Die Auszahlung erfolgt nach dem Einsenden einer Kopie des Geak-Plus-Beratungsberichts sowie der Rechnung des Experten an das AEV.

Einheitliche Kriterien 
Der Geak wird in der ganzen Schweiz nach einheitlichen Kriterien erstellt. Sämtliche Informationen dazu sind auf www.geak.ch einsehbar. Auskünfte erteilt auch das AEV unter der Telefonnummer 081 257 36 30.

Auch mit Pendeln Energie sparen 
Dank des gut ausgebauten ÖV-Netzes im Kanton kann auf einfachste Weise viel Energie eingespart werden. Die Benutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln sollen belohnt werden. Mit der Sommeraktion des öffentlichen Verkehrs profitieren Pendler von attraktiven Reiseangeboten.

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