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Stärkere Nachfrage im Bündner Bau

Mehr Wohnungen, Häuser oder andere Hochbauten: So das Fazit des ersten halben Jahres 2017 in Graubünden. Und so soll es auch weitergehen, sagt der Graubündnerische Baumeisterverband.

Victoria
Sutter
15.09.17 - 17:26 Uhr
Wirtschaft
Baugewerbe
Es wird immer mehr gebaut: Vor allem im Bereich des Hochbaus habe die Nachfrage zugenommen, so Bündner Baumeisterverband.
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Im ersten Semester 2017 haben die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorjahr um 9.3 Prozent zugenommen, teilt der Graubündnerische Baumeisterverband GBV am Freitag mit. Vor allem im Wohnungs- und übrigem Hochbau sei die Nachfrage stärker geworden, besonders im Bündner Rheintal. Ebenso habe der Auftrag der Justizvollzugsanstalt in Cazis einen Einfluss auf die zugenommenen Zahlen.

Insgesamt seien Aufträge von 609.9 Millionen Franken eingegangen, was im langjährigen Vergleich einem Höchstwert entspräche, so der GBV. 
Allerdings konnten im Bereich des Wohnungsbaus die Werte vor dem Einbruch des Zweiwohnungsbau (2011-2013) trotz der stärkeren Nachfrage nicht erreicht werden.

Trotz einer Abnahme von 3.1 Prozent ist auch «eine nach wie vor gute Nachfrage im Tiefbau» festzustellen. 

Vor allem Kurzaufenthalter arbeiten auf dem Bau

Auch die Bautätigkeit selber hat zugenommen: Verglichen mit dem ersten Semester 2016 um 12.3 Prozent. Das wirkt sich auf auf die Beschäftigten im Baubereich aus: Inzwischen sind 5 088 Angestellte verzeichnet - 169 mehr als im Vorjahr. Vor allem sogenannte Kurzaufenthalter (ausländische Staatsangehörige, welche für vier bis maximal zwölf Monate in der Schweiz arbeiten) sind bis Ende Juni 2017 hinzugekommen.

Der Arbeitsvorrat konnte sich «dank den erfreulichen Auftragseingängen auf dem hohen Niveau des Vorjahres» halten: Dieser beträgt Ende Juni rund 543.9 Millionen Franken, also 0.5 Prozent weniger als 2016. Dieser Umstand sei vor allem im Tiefbau begründet: Insbesondere im Grossprojekt des RhB-Albulatunnels wie auch in der Umfahrung Silvaplana, so der GBV weiter.

«Die Vorläuferindikatoren "Auftragseingang" und "Arbeitsvorrat" eröffnen den Unternehmungen intakte Perspektiven für eine befriedigende Auslastung im zweiten Semester» schliesst der GBV sein Fazit für das erste Halbjahr 2017.

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