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Kaum Bevölkerungswachstum in der Region

Der Kanton Graubünden zählte per 31. Dezember 2020 erstmals über 200 000 Einwohner, nämlich total 200 096 ständige Einwohner.

Andri
Dürst
05.09.21 - 08:00 Uhr
Wirtschaft
Ständige Wohnbevölkerung der Bündner Regionen: Prozentuale Veränderungen 2020 und Bestand per 31. Dezember 2020.
Ständige Wohnbevölkerung der Bündner Regionen: Prozentuale Veränderungen 2020 und Bestand per 31. Dezember 2020.
Quelle: Bundesamt für Statistik/Grafik: Standeskanzlei

Dies sind 1075 Personen mehr als ein Jahr zuvor. Im Kanton wurden leicht mehr Todesfälle als in den Vorjahren registriert.

Das Bevölkerungswachstum liegt 2020 mit 0,54 Prozent unter dem nationalen Mittelwert (0,75 Prozent). Haupttreiber des Wachstums ist in weiten Teilen des Landes wiederum der internationale Wanderungssaldo – gesamthaft sind im Berichtsjahr 53 804 Personen mehr in die Schweiz eingewandert als ausgewandert.

In der Region Prättigau/Davos beträgt das Wachstum 0,1 Prozent. Total wohnen somit 26 122 Personen in der Region, 2019 waren es noch 26 089.

Klosters und Davos mit Rückgang

Ein Blick auf die 15 Gemeinden mit über 3000 Einwohnern verrät, dass im letzten Jahr Thusis, St. Moritz und Chur am stärksten gewachsen sind. Innerhalb der Gruppe der grössten Bündner Gemeinden verzeichneten Poschiavo, Klosters, Landquart und Davos einen Bevölkerungsrückgang (in Klosters von 4431 auf 4416 Einwohner; in Davos von 10 862 auf 10 832 Einwohner).

Interkantonale Migration

Mehr Einwohner sind in andere Kantone abgewandert als neu nach Graubünden zugezogen. Junge Bündner in Ausbildung sowie Personen in jungen Berufsjahren wandern am häufigsten ab. Die Bevölkerungsgruppen nahe dem Pensionsalter machen andererseits den grössten Teil der interkantonalen Zuwanderung nach Graubünden aus. Allen voran weisen Davos, Arosa und Laax in absoluten Zahlen die grösste interkantonale Abwanderung auf. (staka/ad)

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