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Numerus Clausus an der HTW Chur

Der Studiengang Multimedia Production an der HTW Chur und der Berner Fachhochschule BFH erfreut sich grosser Beliebtheit — zu grosser. Die HTW führt für den Studiengang erstmals einen Eignungstest durch, um «fair» entscheiden zu können, wer für das Studium geeignet ist.

Bernhard
Aebersold
Montag, 10. September 2018, 10:23 Uhr MMP-Studiengang
HTW Chur Istitut für Multimedia Production
Wer künftig Multimedia Production an der HTW studieren möchte, muss durch ein zweistufiges Eignungsverfahren.
ARCHIV/ OLIVIA ITEM

100 Studierende beginnen jedes Jahr den Multimedia-Production-Studiengang an der HTW Chur oder der BFH Bern. Mit dieser Anzahl ist die Kapazitätsgrenze erreicht und alle weiteren Interessenten müssen abgewiesen und auf den Studienstart ein Jahr später verwiesen werden. «Aktuell müssen wir einfach jeden nehmen, der die Anmeldekriterien erfüllt», sagt Studienleiter Ruedi Müller. Für den Joint-Degree-Studiengang, bei dem ein Drittel der Studierenden in Bern und zwei Drittel in Chur studieren, ergeben sich dadurch teilweise Anmeldefristen von bis zu zwei Jahren. Eine unbefriedigende Situation.

Potenzial erkennen

Abhilfe soll ein zweistufiges Eignungsverfahren schaffen. Sofern die formalen Kriterien im ersten Teil erfüllt werden, werden die Interessenten zu einer Eignungsabklärung in Chur eingeladen. In vier kurzen Teilprüfungen wird dort versucht möglichst fair zu entscheiden, wer für das bevorstehende Studium geeignet ist. Das sei keine leichte Aufgabe, sagt der stellvertretende Studienleiter Heiner Butz, der das Eignungsverfahren konzipiert hat, auf Anfrage. «Wir wollen schliesslich nicht herausfinden, was die Teilnehmer schon können, sondern ob sie das Potenzial mitbringen bei uns ein Studium erfolgreich abzuschliessen.»

Neben den Teilprüfungen stehe darum auch ein rund 15-minütiges Gespräch mit mehreren Personen der Studienleitung auf dem Programm. Die Ergebnisse werden von Leuten aus unterschiedlichen Fachgebieten beurteilt, damit eine möglichst hohe Diversität unter den Studierenden gewährleistet bleibt, ergänzt Müller.

Das erstmals durchgeführte Eignungsverfahren müssen alle Studierenden absolvieren, die 2019 oder später mit dem Studium beginnen möchten. Für die Prüfung stellt die Hochschule 200 Franken in Rechnung. 

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