Schonfrist für den Sooler Bus
Der Landrat wird am Mittwoch zwar die Wirkungsanalyse zum öffentlichen Verkehr zur Kenntnis nehmen. Die zuständige landrätliche Kommission beantragt aber, über allfällige Massnahmen erst in einem Jahr zu entscheiden. Die Ankündigung, einige Buslinien zu streichen, hatte in der Bevölkerung für Unmut gesorgt.
Der Landrat wird am Mittwoch zwar die Wirkungsanalyse zum öffentlichen Verkehr zur Kenntnis nehmen. Die zuständige landrätliche Kommission beantragt aber, über allfällige Massnahmen erst in einem Jahr zu entscheiden. Die Ankündigung, einige Buslinien zu streichen, hatte in der Bevölkerung für Unmut gesorgt.
Gute Nachricht für die öV-Benutzer. Abgebaut werden soll im öffentlichen Verkehr im Moment noch gar nichts. Auch wenn es einige sehr unwirtschaftliche Buslinien im Kanton gibt, wie eine Wirkungsanalyse aufzeigt. Die landrätliche Kommission Bau, Raumplanung und Verkehr, beantragt dem Landrat zwar, die von der Regierung nach drei Jahren in Auftrag gegebene Erfolgskontrolle oder Wirkungsanalyse zur Kenntnis zu nehmen. Über die Anträge der Regierung, Anpassungen bei unwirtschaftlichen Buslinien oder -teilstrecken vorzunehmen, soll sie aber noch nicht jetzt entscheiden. Der Beschluss über Angebotsanpassungen soll um ein Jahr verschoben werden, so die Kommission. Weiter verlangt sie, das Postulat der CVP-Fraktion «Optimierung öffentlicher Verkehr im Kanton Glarus» noch pendent zu halten und spätestens in zwei Jahren abzuschreiben.
Kommission rügt mangelhaften Einbezug der Gemeinden
In zwei Sitzungen hat sich die von Hans-Jörg Marti (FDP, Nidfurn) präsidierte Kommission mit der Vorlage befasst, die in den letzten Wochen einigen Wirbel verursachte. So sollten schlecht frequentierte Buslinien von Schwanden nach Sool, zu den Altersheimen Salem in Ennenda und Pfrundhaus in Glarus sowie nach Elm Steinibach gestrichen werden.
Das Eintreten auf die Vorlage war in der Kommission bestritten. Dies ist dem Kommissionsbericht zu entnehmen. Zum einen, weil die Kommission mit der Form der Unterbreitung der Vorlage an den Landrat nicht einverstanden war. So rügt sie den fehlenden oder mangelhaften Einbezug der Gemeinden und der öV-Kommission sowie den Antrag an den Landrat zur blossen Kenntnisnahme.
Ihr Eintreten verknüpfte sie dann mit einem Antrag an die Regierung, weitere Konsultationen durchzuführen sowie die Kosten der Massnahmen besser aufzuzeigen. Die Regierung liess sich die Kritik gefallen, holte die gewünschten Konsultationen unter Zeitdruck nach und lieferte die Zahlen, heisst es weiter.
Es hinderte die Kommission aber nicht daran, nochmals Kritik am Vorgehen zu üben. «Sie hätte sich auch eine vertiefte Auseinandersetzung mit alternativen Massnahmen gewünscht.»
Uneinig war sie auch angesichts der Kostenberechnungen der Regierung. So würden von den Transportunternehmen andere Zahlen genannt.
Beschluss ein Jahr verschieben
Das Fazit der Kommission erscheint logisch. Aufgrund der relativ grossen Differenzen befindet sie, dass zuerst noch einiges zu klären sei. Sie verlangt konkret ein Jahr Aufschub, bevor Beschlüsse gefasst werden. Anpassungen kämen ohnehin frühestens auf das Bestellverfahren 2020/2021 zum Tragen.
Last but not least heisst dies auch Zeit, die Buslinien kräftig zu benutzen.
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